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allbin wirkenden Urfachen wirken nicht univerfell gleich weder dem Maße
noch der Art nach, und überall treten fie mit concret unter[chiedenen Ver:
häktniffen in Verbindung. Darum entwickelt ein befonderer Volksgeift auf
dem Boden einer eigenthämlichen Natur. feine Eigenthümlichkeit auch auf
dem wirthfchaftlichen Gebiete; indem ihn auf den Bahnen feiner Entwick
lung befondere Schütkfale treffen oder die allgemeinen in befonderer Art, geht
er feinen eigenen Weg in eigener Weife und felbft das eigenthümliche Erbe,
welches fid) in der Tradition der geiftigen, in dem Capital der materiellen
Arbeit hHeranbildet, überträgt zu den fpäteren Generationen eine Kraft, durch
welche die individuelle Befonderheit in den Seftaltungen des BVolkslebens
noch verffärtt wird und durch welche die Macht ntimitiver Einflüffe noch
vergrößert erfcheint.
€ bleibt jedoch daneben noch ein Anderes zu erwägen. Gerade wenn
man fich) den organifchen Zufammenhang der wirthfchaftlichen mit der allge:
meingefchichtlihen Entwicklung der Völker vergegenwärtigt, wird man fich
auch auf Analoges und Semeinfames in dem gefchichtlichen Leben der
Nationen hHingemwiefen fehen. Worauf beruht e$? Offenbar zuvörderft auf der
aligemeinmenfchlichen Homogenität der einzelnen Individuen, in
weichen allen nicht bloß das Walten derfelben phufilhen Naturgefeße und
mancher inffinctiven Triebe, fondern auch. das im Allgemeinen gleiche Streben
 erkannt wird, fich zur Vollendung zu. bringen, geiftige und materielle
Bedlrfniffe zur Befriedigung gelangen zu laffen und den Fortfchritt der
Sultur aud) durch die rechte Verhäktnifftellung der verfhiedenen Kreife un$
Seiten zu vollziehen, in welchen fich das menfchlidhe Leben manifeftict, Die
Analogie in den Einzelngliedern der nationalen und gefchichtlichen Gemein:
wefen bringt in die allgemeinen Berbände felbft einen Ähnlichen Lebenskeim,
der dann im Laufe. der Zeit wegen der im Allgemeinen ähnlichen Kräfte und
Säfte in Ahnlidhem Wachsthume nach Entfaltung ‚in die Höhe und Breite
ftrebt, und auf welchen in mannigfaltger Weife allgemeinere Sefchicke
des menfchlidhen Sefchlechtes in den gefehichtlichen Bahnen feiner Entwick:
lung ähnlich einwirken. In je ftärkerem Grade die allgemeinmenfchliche
VBerwandtfchaftlichkeit der Kndividuen in verfchiedenen Völkern dann noch
durch eine gewiffe Gleichheit der geiftigen und Eörperlichen Naturanlage, der
Bildungsfähigkeit, fowie auch der territorialen NMaturbafis unterftübt wird,
um fo entfchiedener. wird fich die Analogie im Berlaufe der gefhichtlichen
Entwicklung geltend zu machen vermögen. Wie ftark diefe auf dem ertwähn:
ten Fundamente beruhende Analogie in der völkergefhichtlichen Entwieklung
ift, Läßt fich fhon daraus erfehen, daß Manche hauptfächlich wegen des in
der Gefchichte Sichgleichbleibens der menfchlichen Natur in allen fpäteren Zeiz
ten nichts als eine ewige Wiederholung des bereits Dagewefenen zu erbliden
vermögen. GE ift Feine zwinaende Kolae des angeführten Grundes für die