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derfelben. Immerhin wird auch hier eine freie Ausficht auf das Analoge
in der völFergefchichtlichen Entwicklung der wirthfchaftlichen Dinge gewonnen.
Nur darf man dabei noch ein fehr bedeutungsvolles Moment in diefer Ent:
wicklung nicht überfehen.
In den vielen Jahrhunderten, aus welchen uns die gefchichtlihe Entwicklung
 des menfchlidhen Sefchlechtes beglaubigt vorliegt, unterfheiden wir
neben der allgemeinen Bewegung des Sanzen eine Bewegung in den Ihellen
 und Sliedern deffelben; neben die allgemeine menfchheitliche Sefchichte
tritt das Leben der einzelnen Völker, Iene ift unendlich in ihrer Bewegung,
das gefchichtliche Leben der einzelnen Völker hat einen Aufgang und einen
‚Niedergang. Manche Nationen, wie bedeutfam auch die Stelle war, welche
iffe. in der Entwicklung des menfchlichen Sefchlechtes einnahmen, find vom
Schauplabe der gefchichtlichen Lebensbühne abgetreten, nachdem fie die ganze
SigenthümlichFeit ihres Lebens und Wefens zur vollftändigen Darftellung
und Entfaltung gebracht zu haben feheinen, andere . erlagen wohl auch
fchon vorher Äußeren Sinflüffen, verfhwanden unter der lebensEräftigen
Wucht eines jugendlichen erobernden Naturvolkes oder wuchfen mobhl auch
mit einem folchen zu einem Mifchvolke zufammen. Zum Theil alfo Fönnen
wir in den Bölkergefchichten, welche die menfchheitliche Gefchichtsentwicklung
tragen, etwas Bollendetes, in fich Abgefchloffenes wahrnehmen, und ein folz
cher abgefchloffener. Lebenslauf einzeiner Völker hat für die Betrachtung aller
übrigen Völkerleben manches Typifche wegen der vorher angeführten analogen
Momente in dem Leben der. Nationen: Sleichwohl aber ft die menfchheitliche
Sefhichtsentmicklung. nicht eine Aneinanderreihung identijdher Glieder, fo
daß wir in ihr nur eine ewige Wiederholung des. Dagewefenen erblicken
müßten. Eine folche Annahme muß von der Ableugnung alles Individuellen
und Befonderen in den verfhiedenen Nationen ausgehen, eine ewige durch
gefchichtliche Einflüffe in Feinerlei Weife modificirte oder weiter entrickelte
Natur des menfehlichen Individuums annehmen und jeglicher Veränderung
der allgemeinen Weltlage alle Einwirkung auf die gefhichtlihen Ereigniffe
abfprechen. Wo fich. eine folche Sefchichtsanfchauung findet, fehen wir fie
immer inconfequent und mwiderfpruchsvoll fich geltend machen. Auch täufcht
die Lehre von einer ewigen identifchen. Wiederholung derfelben Ereigniffe und
deffelbden Caufalnerus in den Erfheinungen, von einem ftetigen Kreistaufe
der menfhlihen Dinge in denfelben Bahnen ‚fich felbft, indem fie fih Unter:
fchiede im Wefen der Dinge hinter eine kußerliche Aehnlichkeit der Formen
zu verdecfen fucht, die verfhiedene Bedeutung analoger Erfcheinungen gering:
fchäbt und die gewaltfame Interpretation nicht verfhmäht, wenn fich dem
nach) der Identität energifh fuchenden Willen immer wieder fpröde Ausnah:
men in den Weg werfen. Alles Bergangene hat die Kraft einer Wirkung
für die Zukunft. Weder die Ergebniffe phufifcher Kräfte noch die Nefultate