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der geiffigen Erfahrung gehen, fobald fie einmal Hervorgetreten find, ganz
wieder verloren. Wenn deshalb, auch abgefehen von dem individuellen
Sharakter, den jedes einzelne Volk hat, und abgefehen von den immer fich
Ändernden Einflüffen der wechfelnden ‚allgemeinen Weltlage, etwa neue rohe
Naturvölfer auf dem Boden abgeftorbener Culturvöller auftreten, welche auf
ner Bildungsftufe ftehen, die mit den Anfängen der niedergeworfenen Nas
äorten zufammenzufallen fcheint, fo. bleibt doch für ihre Entwielung die
Kraft, welche in der Ueberlieferung der Ergebniffe einer vor ihnen gemwonnenen
 Cultur liegt, für fie in Wirkung, mag fie auch nur allmälig fi) geltend
machen Fönnen. Es giebt Feine Station in der Gefhichter-welche-hinter
Wn8 liegt, wo roir neue Wolfer auf einer vollftändigen tabula Tasa der vor
‘bnen gewonnenen Culturergebniffe ein vollffändig neues Nationalleben Bon
oorn an begründen fähen; — der Zufammenfturz des römifchen Weltreiches,
die Zeiten der Neugründung von Barbarenreichen. in den Sahrhunderten der
Völkerwanderung erinnert am meiften an etwas Derartiges — und noch
heute ift felbft die Erneuerung der Einflüffe der römifchen Cultur auf unfer
VBolksleben ein ununterbrochen wirkendes Element für die Steigerung unferer
Sultur und die Mehrung unferer Lebenserfahrung. Yuc die gefhichtliche
Entwicklung derjenigen Bölfer, deren, Lebenslauf wie ganz vollendet und in
lich abgefehloffen erfeheint, fteht doch al$ ein der Entwierlung des Ganzen
(ich einfügender heil da; über das Leben und Sterben der einzeln Ob
Äonen gebt der Zug” der Menfchheitlichen Sefchichte unaufgehalten weiter,
und wo wir denfelben von Höhen in Tiefen hinabeilen fehen, müffen wir!
uns an die Bewegung der Welle erinnern, die, mag fie fich heben, mag fiei
lich fenten, immer weiter rollt.
Die Unterfcheidung des gMchichtlichen Berlaufes in dem Leben der ein:
jelnen Völker von der Betwegung der allgemeinen menfchheitlichen Sefchichte,
welche ununterbrochen durch alle Zeiten fich fortbewegt, ft für die rechte Er.
faffung der gefchichtlichen Bewegung der Bolkswirth[Haft von großer Be:
deutung. Yuch die Lebtere vollzieht fich alfo einmal in dem Heineren Kreiss
raume. der einzelnen Völker und ift mit dem gefchichtlichen Sefammtleben
biefer eng verbunden, und fodarin in der ununterbrochenen, durch alle Zeiten
hindurch in allen Einzelngliedern zufammenhängenden Entwicklung, in wel:
Her fie im Zufammenhange mit der Sefchichtsentwieklung des menfchlichen
Selchlechtes und der auf einander folgenden Nationen auftritt; wir haben,
eine ethnographifhe Bewegung der Volkswirthfchaft von der durch alle Zeist
fen hindurd) ‚dauernden. ZU. Unter heidenz Dir eefkete it etwas gefhichtlich
in fih Abgefhtoffenes und Eann zugleich etwas in fich Bollendetes darftellen,
in der Leßteren find alle gefhichtlihen Manifeftationen der Volkswirthfchaft
zur Ringe in einer ununterbrochenen Kette, und die gefammte frühere Zeit
bietet. nur VBorftufen zu der jebigen dar, möge nun in jener der Blig