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Miverben) und erfolgt nach gleichen wirthfchaftlichen Grundfägen 1), obfehon
im Einzelnen die Bedürfniffe und ihre Befriedigungsmittel fich verfchiedent:
‚ich geftälten und auch der Einfluß höherer überfinnlicher Betwegaründe fich
in ungleidhem Maße Aufert.« In ihrer wirth{haftlichen Thätigkeit verfolgen
die Mitglieder eines Volkes ihren eigenen Vortheil (S. 5.). Zwar if auch die
Erhabenheit und Schönheit einer Sefinnung, die aus Liebe für Andere oder
für das Sanze zu jedem Opfer bereit ft, volllommen anzuerfennen, doch
muß man zugeftehen, daß fie in den wirthfchaftlichen Verhandlungen der
Menfchen unter einander nicht zur herrfchenden Megel werden Fann (Vorrede
XIT). Das Band der für jeden Einzelnen vortheilhaften Arbeitstheilung,
welches die menfchliche Sefellfchaft zufammenzuhalten beiträgt, ift darum fo
feft, weil e8 von den unbeztwinglichen "Antrieben der Eigenliebe ausgeht
$. 8, 3.); das aus eigennüßiger Abficht hervorgehende Zufammentoirken
aller Einzelnen hat den Erfolg, den Bedärfniffen des Volkes größtentheilg
xbzubhelfen (6. 8, 4.). war treten bei dem rückfichtslofen Walten des Er:
werbseifers Uusartungen, Yebertreibungen und Migßbräuche ein, fie find durch
lere Antriebe zu entfernen, an die Voltswirthfchaftstehre felbft Fann man
nicht die Anforderung ftellen, die Nichtigkeit und Geringfchäßung der irdifchen
Süter zu lehren (XID. Die Selbftfucht wird von der Volkswirth(hafts:
(ehre weder gepriefen noch ermuntert 2), fondern als eine fortdauernde Friebhz
Evaft anerfannt, ohne die wohl Fein einziges volf$wirth(chaftliches Befeß auf:
geftellt werben Eönnte, Die MWiffenfchaft Fann nicht umbin, die Beweg:
gründe, nach denen die Menfchen insgemein handeln, vorauszufeben, fie muß
alfo von der Annahme ausgehen, daß Feder im Verkehr feinen Eiqenvortheil
verfolge.
Haben wir auch bier eine Erörterung vor uns, die felbft {(hon als die
Srucht einer Ermägung über die von manchen Seiten ber erhobenen Beden:
Een fich Eund giebt, fo muß ich doch offen bekennen, daß fie nicht nur dem
gefchichtlichen Leben gegenüber, wie e8 fi in Völkern und in dem Einzelnen

wähnende Note b, fowie das bedingende Verhältniß, in welchem Genuß und
Bedürfnife zu einander ftehen; oder foll e8 heißen: über das Verhältniß
dinaus, in welchem Befchwerde und Aufwand zu der Frucht derfelben
Rehen? Dafür fpricht die Note b, welche fih auf den Eigennuß bezieht:
»Diefer Sag ift Feine Prattifche Vorfchrift, fondern der Ausdruck einer all
gemein angenommenen Thatfache und der genannte Trieb liegt tief in der
menfchlichen Natur begründet. «
Hierzu heißt e8 in einer Note: 3: VB. der tohnarbeiter begehrt feinen Unter:
jalt vom Lohnherrn, der Bewerbemann fcheut fich, eine Unternehmung mit
Serluft zu betreiben, der Verkäufer fucht den höchften Erlös 3C.
Xuch an anderen Stellen hat fih Rau gegen erhobene Angriffe beftimmt
arauf berufen, daß es fih für ihn nur um eine Ihatfache, nicht um eine
Unpreifung des Caviemug handele.