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wo er mit Fräftigfter Anftrengung arbeitet, zurücdgehalten werden müffe,
während man dann feine meiften und herrlichften Frhchte für das Gemein:
wohl erwarten follte. Es wird nicht geleugnet werden Fönnen, daß die Be:
meisführung Nau’s mit NMothwendigkeit zu der Annahme führt, gegen
welche ein feüherer Ubfchnitt diefes Buches gerichtet ft, daß der Menfch in
mirthfchaftlidhen Dingen von diefen, in anderen ThätigleitsFreifen von ande:
ven Motiven geleitet auftritt, durch welchen pfochologifchen SFrrthum geradezu
bie Einheit der menfchlihen Perfon aufgehoben erfheint. Sch muß darauf
gleich noch einmal zurückkommen. Wie fehr endlich die Schluffolgerung
Rau’s erleichtert erfiheint, die Überzeugende Kraft deffelben wird dadurch
aut gefhtoächt, daß er dem einen Extrem nur ein anderes, die Schönheit
und Erhabenheit einer Gefinnung, die aus Liche für Andere oder
für das Ganze zu jedem Opfer bereit ift, gegenüberzuftellen weiß.
&amp;s bleibt eben die Frage, einmal, ob es fich überhaupt um eine Alternative
Handelt, und dann die, ob die hier formulirte als die richtige anzufehen i{ft.
Ebendaran denkt man, wenn davon abgemahnt wird, daß die Vollswirth-“haftslehre
 die Nichtigkeit und Geringfhäßung iIrdifher Güter zu
‚ehren habe.
Nun würde man freilich mit dem Nachweife, daß fich in der Erörterung
diefer Frage bei NMau eine in fih felbft fefte und gefchloffene Gedankenver:
bindung nicht zeigt, nichts gewonnen haben, wenn das Grundariom an fich
mahr wäre, nur die Beziehung des Eigennukes zu dem Gemeinwohle Fönnte
efchüttert erfcheinen, Nau felbft beruft fi immer wieder auf die Thatz
lache des Lebens und weißt infofern mit Necht alle moralifchen Einwürfe als
unftatthaft zurück. Über gerade die Thatfache des Lebens, die gefchichtliche
Srfahrung und das Ergebnif der Pfnchologie ift es, was diefer Srundlegung
wotderfpricht oder fie vielmehr als durchaus falfdh zeigt.
Es ift fhon erwähnt worden, daß Mau gleich allen neueren National:
öfonomen, welche den Eigennus zum Srundprincip der wirthfchaftlichen
Thätigkeit der Individuen machen, doch einestheils gleichfam in fporadifcher
Verbreitung eine andere Sinnesart als beftimmend und vorherrfchend anerfennt,
 anderentheils perfönliche Träger der fittlihen Kräfte vorausfebt, welche
gegen die Yusartungen und Uebertreibungen des eigennübigen Ermwerbseifers
ankämpfen follen. Damit ift aber zugeflanden, dag biefer pfychifhe Trieb
Feineswegs$ ein mit der phyfifhen Natur des Menfchen nothwendig ver:
bundenes Element iff, Denn in diefem Sinne giebt c&amp; Feine befondere
Menfhennatur für Majoritäten und Minoritäten; und wenn die Ubfchwä:
Hung oder Vernichtung der Selbfifucht als das Ergehnif einer befferen Se:
müths: und Seifkesbildung anzufehen wäre, fo würde alfo einfach eine Ver:
Änderung des Erziehungsfpftemes ober eine VBerallgemeinerung der Bildungs:
lemente der Minorität diefe Grundlage für die nationaldkonomifchen Sefebe