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den muß. In dem eigentlich nationalen BVolksberwußtfein, in den ganz all:
gemeinen Ideen Über den Staat und das Verhältnif der Einzelnen zu ihm
ft das Fundament und der SGefichtspunkt, wie die Beweisführung der volts.
wirthfchaftlichen Grundfäge bei Griechen und Nömern geradezu gegeben.
Die nationatdkonomifche Theorie führt, nur in dem Kreife der wirth[haft:
lichen Dinge die das Sefammtieben beherrfchenden Triebe und Gedanken
aus, daß die politifche. Größe des Gemeinwefens die Zweckbeftimmung des
Staates fei, daß der Einzelne mit feinen individuellen Lebenszwecken dem
Staatsztwerke entfchieden untergeordnet fei, daß die wahre Lebensthätigkeit des
Einzelnen in feiner Theilnahme an dem politifchen öffentlichen Leben beftehe 1),
daß darin der Werth des Lebens für ihn und feines Lebens für den Staat
beruhe; daß dem vaterländifchen BVollsftaate gegenüber Fein fremdes Gemein:
mefen irgendivie gleichberechtigt erfcheine, Diefes politifhe Nationalbewußt:
fein erfennen wir algbald wieder in der Unterordnung oder Seringfchägung
det wirthfchaftlichen Erwerbsthätigkeiten‘ überhaupt, ja audy in der. Nangs
rdnung derfelben 2), in der unerörterten ZuläffigFeitserFärung eines Eins
greifens der. Staatsgewalt in den Betrieb der kändlihen und ftädtifchen Ges
werbe, wenn e8 derfelben als förderlich für das Semeinwefen erfcheint, der
mannigfaltigen Einwirkung auf die Bertheilung der Sachgüter, wie über:
haupt auf dem Kreis des individuellen und häuslichen Lebens. Obwohl man
nicht Überficht, daß der Erwerb von Sachgütern ein Mittel zur Erlangung
jöherer Güter ift, oder vielmehr obwohl er nur unter Bezug auf diefe Zweck:
beflimmung nicht unehrbar erfeheint, fo Fann doch auch der Arme das Srößte
für das Vaterland Leiften, während der Neichthum entnervt und der Reiche
oft ein gefährlicher Gegner der öffentlichen Freiheit wird — ‚daher das haus
fige Lob der Armuth im alten Nom wie in Hellas auch bei folchen Theores
fern, welche den Werth des Befiges für den Einzelnen zu Hilfleiftungen
an das Semeinwefen und an Freunde, oder zu -mwürdiger Erziehung und
tebensweife wohl erkannt haben 3); das Bild des dorifch politifirenden Plato:
venn man Schäße und Tugend auf zwei Wagfchalen lege, fo Fönne die eine
nicht fteigen, ohne daß die andere falle, ift freilich ftärker, dennoch hat die
partanifche Theorie über den Meichthum des Staates an edlen Metallen
mit der athenifchen Das ganz gemeinfam, daß auf beiden Seiten die
Frage nur unter dem Befichtspunkte der politiichen Staatsmacht entfchieden

Wie beftimmt bei Xenophon die Xuffaffung ausgeprägt ift, daß der Neich.
;Hum nur Mittel, nicht Zweck fei, diefer vielmehr in dem rechten Gebrauche
beffelben befiche, hat Rofcher in der gleich unten angeführten Ubhandlung
S. 120 nachgewiefen.
Man vergl. z.B. Zenophon, Oecon. IV, 2 und 3. YVL.8—10,
Vergl. Xen. Symp. IV, 29 fl. mit 2; Oecon. IX, 8 fl.; de re publ.
Atben I, 5. #

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