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Sturm liefen; aud) darin lag ihre Berechtigung für die damalige Zeitz die
Dürchführung ihrer Lehren mußte als nothwendig erfheinen, wenn man aus
yen alten Zufänden herauskommen wollte. Und man hat in der That fich
auf eine Borftufe für die fpätere Zeit emporgehobenm. Die Mercantiliften
haben die Macht des beweglichen Befikes und die volle Anerkennung der in
Handel und Semwerben thätigen Arbeit vorbereitet; fie haben wirklich den
gewerbtreibenden Stand, wenn auch auf Koften der übrigen, in die Höhe
gebracht, mie denn felbft X. Smith durchaus nicht verkannt hat, daß die
mercantiliftifichen Berwaltungsmafregeln, fo fehr fie gegen das Semeinwohl,
d. h. in feinem Sinne gegen das Intereffe der Confumenten. ftreiten, doch
moirklich das eigennüßige Sonderintereffe der Setverbtreibenden felbft befördern.
Die Mercantiliften haben das große Verdienft, die Bedeutung der Ofonos
nifchen Lebenskreife hHervorgezogen, das Raifonnement über fie zu einem
wichtigen Gegenftande für den Staat und die wiffenfchaftliche Cultur erhoben
zu haben; vor und neben ihnen fuchte fhon. Bauban für die Beweis:
führung ftatiftifche Grundlagen zu gewinnen, und beffere als man zum Theil
heutzutage hat 1). Die Bielregiererei, welche fich thatfächlich nun auch in
den SEonomifchen Berhältniffen herausftellte, war damals weder befremdlich
noch unerträglich, denn fie war bereits überhaupt vorhanden in dem modern
abfolutiftifhen Staate — man vergeffe nicht, daß ihr gerade auf unferem
Sebiete neben dem fiscaliflchen .Intereffe auch das Wohl der Unterthanen als
Motiv zum Grunde lag. Auch jene folgenreiche Berwechsiung der Wahrhei:
ten. für die Privatwirthfhaft mit Wahrheiten für die Volkswirthichaft, bezies
Jungsweife für die Negierungswirthfchaft, die fich nicht nur in der Beurtheilung
des Geldes, fondern auch in den Sägen über die Handelsbilanz zeigt, war
nicht ein neu aufgeftellter Irrthum, er ward nur aus dem Leben ohne Weiz
jere$ angenommen, man darf vielleicht fagemr auch durch die wieder aufgelebte
Kenntnif der -altclaffifchen Lehren geftügt 2). Auch hat man gar zu häufig
den Standpunkt der Regierungswirthfhaft namentlich in den mittelalterlichen
Feudalftaaten, dann aber .auch in dem Zeitalter des Vetat c’est moi mit
päteren Zuftänden vermwechfelt; mie denn Überhaupt die Beurtheitung des
Mercantikfyftemes auf eine unrechte Bahn durch mandje Unachronismen in
der fhäteren Entwicklung der Nationaldkonomie hingedrängt fcheint. -
Die Schriften der Mercantiliften gehen von Einzelnfragen des prafs
tifchen Lebens aus und behandeln einzelne Partieen des nationalöfonomifchen

accable et qu'on meprise et qui pourtant est la plus considerable par
son nombre et par les.services effectivs, quelle rend etc.
Dime royale chap. X.
Bergl. z.B. Xenophon, Memor. IN, 4, 12. Nebrigens fagt ja auch noch
X. Smith IV, 2: »MWas in der Handlungsweife einer Familie Klugheit
ft, das ann in der eines aroßen Königreiches wohl fhwerlich Thorheit fein. «

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