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mit jener pbilofophifden Lehre die Selbftliebe und den Eigennuß als ‚die
einzige Triebfeder aller menfchlichen Handlungen annimmt und den beftim:
menden Einfluß anderer Triebe entfehieden in Abrede (teilt 1). Wo die im
ntereffe des Eigennukses liegende Handlungsweife nicht eingefchlagen wird, da
erblickt er UnFenntniß des eigenen Bortheils (1, 11; vgl. unten Note 1); der
(bekanntlich aus religiöfen Gründen heroorgegangene) »Befhluß der Yuäker
in Vennfylvanien, alle ihre Sclaven in Freiheit zu feben, ann uns über:
zeugen, daß die Zahl derfelben nicht fehr groß gemwefen fein Fann;z hätten fie
einen beträchtlichen Theil ihres Eigenthums ausgemacht, fo Eonnte ein folz
cher Befhluß immermehr durchgehen« (LIT, 2). Während felbft der FühLrechnerifche
 NMicardo (Principles chap. VII) 2) den Patriotismus und die
Liede zum Heimathlande bei der Beftimmung des Setvinnfffaßes nicht ohne
Einfluß fein läßt, ift nah Smith zwar »der Eigenthlmer von Srund:
ftücen nothwendig ein Bürger desjenigen Landes, in welchem fein Gut
liegt, dagegen ift der Eigenthümer eines Capital$ genau genommen ein
MWelthürger«, da er mit feinem Vermögen alsbald Überall hinziehen Fann
(B. V, ch. IT, 2), und deshalb ftellt er die — freilidy nicht bewährte —
Weiffagung hin: Sollte irgend ein Sffentliches Unglück die republikanifche
Regierungsform in Holland zerftören und die (politifche) Wichtigkeit jener
reichen Kaufleute (welche diefelben für den geringen Zins ihrer Capitalien
und den geringen Gemerbsgewinn fo entfehädigt, daß fie nicht in ein anderes
Land gehen) vernichten, fo mürden diefe alsbald mit ihren Capitalien nach
einem anderen Lande ziehen (V, 2 am Schluß) u. f. w@. Wir finden den
felben Zufammenklang zwifchen den nhilofophifchen Lehren jener Zeit und
den nationaldlonomifchen Ausführungen Adam Smith’s kber die Bedinaunaen
 zur Verwirklichung des Semeinwvobles, über die Naturrechte des

nn

Der einzige, wenn auch nur unbedeutend abbeugende Ausfpruch findet {ich
I, 11: Der SrundhHerr frachtet natürlich darnadı, das Höhfte, was der
Pachter geben Fann, als Nente zu erhalten; mandmal freilich madht
bie Liberalität (the liberality) öfter die Unwiffenheit des Grundherrn,
daß er etwas weniger nimmt, mandımal — obwohl feltener — bemerkt
aud) die Unwiffenheit des. Pächters, daß er etwas mehr zu zahlen übers
nimmt, oder mit einem etwas, geringeren, als dem in der Gegend üblichen
Gewinn des Pächtercapitales zufrieden if. .
„Die Erfahrung zeigt, daß — auch die natürlihe UYbneigung eines jeden
Menfchen, das Land feiner Seburt und Verbindungen zu verlaffen und fi
mit allen feinen ftehenden Gewohnheiten einer fremden Negierung und neuen
GSefeben anzuvertrauen, die Neberfiedelung des Capitals fehr erfhwert,
Diefe Gefühle, deren Uofchwädhung mich betrüben würde, beftimmen die
meiften Menfchen von Vermögen, fid) lieber mit einem niedrigeren Sewinnft-[abe
 in ihrem Vaterlande zu begnügen, als eine gewinnreichere Anlage für
ibr Capital bei fremden Völkern zu fuchen.«