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rechtigt zugleich, daß jeder Einzelne inftinctmäßig feinen materiellen Vortheil
verfolge, ftellt das Sefchiet des Menfehen unter das Fatum, feine Anfprüche
unter die Freiheit feines Willens und die Tragweite feiner Kräfte — der
confequente, foftematifch ausgebildete Socialismus befchtwört die allgemeine
Staatsgewalt zu jeder Stelle herbei —, ertwartet Alles von der Affociation der
Kräfte und felbft des Verzehrs, hebt die Freiheit des Individuums vollftäns
dig auf, läßt Alles von dem Willen des Menfehen abhängig erfheinen,
macht die perfönliche Arbeit, wohl gar nur die Förperliche, zur Grundbedin:
gung der Production und der Theilnahme am Verzehr, hat nur den Mens
fen im Auge, fieht vorab auf die Confumtion, glaubt an die Unwirffams
Beit der felbftliebigen Triebe und an die Allgemeinheit der Aufopferungsfreude,
mächt die Gefammtheit verantwortlich für das Loos des Einzelnen, wie er
fie verpflichtet hält zur gewünfchten Unterfiüßung der individuellen Krafte
anfirengungen ıt, f. w@. Wird auf der einen Seite die Sefelfhaft atomifirt,”
um das Individuum ganz frei zu machen, fo wird auf der anderen Seite‘
das Fndividuum entfeelt, um aus der unterfchiedslofen Maffe die materielle
Noch zu entfernen, dort will man die Freiheit des Einzelnen audh als FJauftrecht
 des Stärkeren, hier die Ordnung auch als Stagnation und Zod. Segen
die »Ausbeutung des Schwachen durch den Starken« erhebt fich die »YAusbeus
tung des Starken durch den Schwachen«. Dort hat man auch ein altherz
gebrachtes Eingreifen der Staatsgewalt in den Sang der S£onomifcdhen Pris
vatthätigFeiten als den » Anfang des communiftifchen Raubes« gebrand»
marEt, bier wollte man fogar die verfchiedene natürliche Begabung des Men:
{chen als die erfte Wurzel des ungleichen Befiges durch eine entgegengefeßt
verfchiedene Erziehung ausgeglichen fehen ; während man dort, um die Cul:
tur überhaupt vor drohenden Angriffen zu fhirmen, eine Freiheit auf dem
SEonomifchen Sebiete zu retten fuchte, wie fie auf Feinem Gebiete menfchsichen
 Thung jemals in einem fkaatlihen Gemeinwefen befanden Hat, giebt
man bier, um die Leibesnahrung Allen zu garantiren, alle Güter des menfchz
lichen und ftaatlichen Lebens willig preis; zu fo extremen Folgerungen von
sinem Gedanken aus treibt hier wie dort die Beforgniß vor den Folgerungen
des Gegners, während in dem Leben felbft der »entmenfhte Staat« in mannigfaltigfter
 Weife den Armen und Schwachen von feiner Geburt bis zu
feinem Tode in Findel= und Waifenhäufern, durch Sparcaffen und Credits
anftalten u. f. w. fhirmt und ftüßt und der Einzelne gegen die Ordnung
der Knechtfchaft Leib und Leben in die Schanze fhlägt. Erfdheint in dem
Spfteme der unbedingten Freiheit der SEonomifchen Privatthätigkeiten und
der allwaltenden Naturnothmwendigkeit ein getreues Abbild des vernüchterten
geiftigen SefichtsFreifes, der privaten und öffentlichen Strebungen, des ges
bildeten Sinnes und der Herzenshärte der großen Mehrzahl der unter uns
lebenden »Geldleute«, fo fpiegelt der Socialismus in der. Mannigfaltiag Feit