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die »befte« anficht, nur unter einer beffimmten Seftaltung der Productions:
verhältniffe herbeigeführt. E$ muß mithin jede Berfchiedenheit des Willens,
der Einficht, des Urtheils hinfichtlidh der beften Vertheilung der Güter noth»
wendig eine Berfchiedenheit der theoretifchen Begründung über die befte Urt
der Production der Güter veranlaffen. Der Recurs an die »gerechte« VBerz
theilung der Süter hebt diefe Urfache für die VBerfchiedenbheit der Syfteme
nicht auf, weil auch) das »Serechte« an fichh Fein mathematifcher, abfoluter,
fondern ein ethifher Begriff ift und das Urtheil über das Verhältnif der
Beiftung zur Vergeltung derfelben alles Anhaltes an fire Entfcheidungs:
normen gänzlich entbehrt, indem ein fittliher Begriff einer adäquaten
Mepräfentation durch eine quantitative Beftimmung Kberhaupt unfähig ift.
Chendeshalb haben die focialiftildhen Schriftfteller, weiche „gerechten Lohn für
jede Arbeit« u. f. mw. forderten, aus der puren naiven Formulirung folcher
Forderungen Feinen Schritt herausthun Fnnen oder ihre Einficht, wo fie e8
berfuchten 1), ganz bloß geffellt. AUndererfeits aber haben auch die Vertreter
eineg unbedbingten Sehenlaffens aller wirthfchaftlidhen Dinge ebenfowenig
zinen Beweis für die »Serechtigkeit« der unter diefem Syfteme hervor:
ftretenden Bertheilung der Güter beigebracht, wenn fie auf dem von ihnen
befürworteten Wege die rein formale Willensfreiheit jedes Einzelnen aufrecht
erhalten fehen; weiche Logifhe Brücke und weiche Brücke der lebendigen Erz
fahrung führt von diefer »Freiheit« zur »Serechtigkeit der Bertheitlung« ?
Eine offene petitio prineipii; da nicht jeder Menfch von Natur untadel:
haft gut und gerecht ift, fo ift Feine Bürgfchaft der Gerechtigkeit gegeben,
wenn er das erhält, mas er in irgend einer Weife erreichbar findet; da er in
ungleicher Nüftung und Stellung um die Portion der Bertheilung ringt,
mie wäre der gerechte Antheil bewiefen, wenn der Menfch zulekt erhält, was
ibm genügen muß. Die nad Zeit und Ort ungleidhen Belohnungen glei
her Anffrengungen laffen Feine Berweisführung durch die Unalogie auffom:
men, und machen fchon den erften Anfab zu einer Theodicee auf diefem
Srunde haktlos. Und auch aus den SGemkıthern (hwand längft jener nebelige
Zauber, jene unklare Sehnfucht, welche alles Sute und Serechte auf die
Erde niederffeigen fah, wenn die undedingte Freiheit des Wollens und Thung
Für Sedermann gefichert fei. Daher ift Raum gegeben für eine Verfchies
denheit der Yuffaffung über eine für alle Einzelnen gerechte oder für das
Semeinmefen gute und befte Bertheilung der wirth(haftlihen Güter, und
wer überficht, daß gerade, weil das fittlich politifche Urtheil über die »aute«

2)

So Fourier, wenn er die gerechte Vertheilung des wirthfdhaftlidhen Sr.
frages ber Unternehmungen darin erblickt, daß die Arbeit 2, das Talent
‘Ya, das Capital 3%, des Ganzen erhält; weshalb follte man nicht irgend
eine andere Bruchbeftimmung felbft für diefelbe Nangordnung der yrodır
cirenden Kräfte für ebenfo gut halten.
Rules, volit. Dekonomte.