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gomplicirteren Verhältniffen. Wenn deshalb auf dem Grunde vervielfäls
tigter und mannigfaltigerer Lebenserfheinungen eine frühere, d. h. auf
dem Grunde allgemeinerer und menigerer Beobachtungen gewonnene For
mulirung des Sefehes fpäter zu fpeciell oder zu allgemein befunden wird,
fo Eann dies oft nur als eine Ergänzung, nicht als eine Correctur der
Theorie in Betracht kommen, das früher gefundene wie das fpätere Sefeh
Fann relativ richtig fein, das eine wie das andere Kann die richtige Verallgemeinerung
 der bis dahin, beobachteten Erfcheinungen ausdrücken. YAYuch
wir müffen deshalb erklärtermaßen fo zu fagen das Protocol auch diefer
nationalö£onomifchen Sefeße offen hakten , gewärtig einer durch die Vers
mehrung und Vervielfältigung der Skonomifchen Lebenserfheinungen mög:
lichen Berbefferung unferer. Formeln, wie wir ja auch unter allen Umftän:
den auf eine Vermehrung der Menge der von ung erkannten SGefege der
realen Welt gefaßt find. Man kann auf ein analoges BVerhältniß felbft
binfichtlidhh der Grundbegriffe hinweifen, von deren Feftftelung unfere na:
tionalöfonomifchen Erörterungen auszugehen pflegen. MNocdy heutzutage
Jaffen fie fich verfhieden definiren, je nach den Vorausfebungen, welche
man zu Grunde legt. In der Entwielung der Zeit werden diefe Voraus:
feßungen durch das verfchiedene Maß der gegebenen Erfahrungen und der
möglichen Einficht an fich verfchieden hingeftellt. Wie hätte man in alten
früheren Zeiten die Productivität der Befchäftigungen, das Capital u. f. w,
ebenfo beftimmen Eönnen wie wir! Sehört nicht z. B. eine fehr beftimmte
Entwiklung der wirthfehaftlihen Verhältniffe dazu, in welcher eine CapitalEraft
 des Credites wahrgenommen und diefe Wahrnehmung in der Des
finition des Grundbegriffes Capital beherzigt werden Fann ?
Doch wir werden diefer Wahrheit auch noch in der Befprechung der
eigentlich volkswirthfhaftlidhen Theorie begegnen. Kehren wir hier
zurüg und wiederholen uns, daß eine Skonomifehe Chatfache nicht in
einer naturgefeblihen Manifeftation von Sefegen der realen Welt allein
befteht, daß fie vielmehr erft durch die Mitwirkung der Ihärigkeit des Men:
jhen zum Borfchein Fommt. Auch das nationalsfonomifche Sefeg Eann
deshalb nicht der Ausdruck von naturgefeßlihen Wirkungen der realen
Welt allein fein; das nationaldfonomifche Sefeß ftellt vielmehr eine ZUNGs
tion dar. Wie der Begriff der Gefdioindigkeit in der Größeniehre eine
Function {ft von Bewegung und Zeit, fo find auch die SEonomifchen That»
fachen und durch fie aud die nationalöfonomifchen Gefege Functionen Nas
türlicher und menfchlicher Kräfte der realen und der perfonalen Welt. Die
aug Ött und Zeit heroorgehenden Unterfchiede, in weichen fich die Wirs
Eung realer Kräfte darftellen kann oder das Wefen derfelben dem mit
ihnen in der Wirthfehaft zufammentretenden Menfchen fich ftufenweife ent:
faltet, und die BVerfchiedenheiten des unter dem Einfluffe der Bildungseles
KRuies, yolit. Detonomie,