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tig halten müffen, den einbeitlihen Strom der überall fih geltend mas
chenden Friebkräfte aus gemifchten Motiven wie aus verfchiedenen Zu:
flüffen her erftarEt zu fehen. AYuch in der SEonomifchen Kraftanffrengung
wicd. der totale Menfch thätig, und es ift eine bloße Annahme, daß er bei
jener auch nur rein öfonomifche Sefichtspunkte im Auge haben Fönne,
Somit Fönnen wir auch erft aus der Kenntnifnahme der Bewegung in
dem ganzen Volksieben auf die einheitlichen inneren Triebe Fommen, von
denen aus auch die Formen des wirthfchaftlichen Lebens ihre Seftaltung
erhalten; auch ffe ffehen unter dem Einfluffe ganz algemeingefchichtlicher
Sreigniffe; die wirthfehaftlidhe Entwicklung erhält durch die politifhe
u. f. wo. ihre Ergänzung; für den Nationalökonomen liegen in der lekteren
auch die Bewweife, daß er die erftere richtig erfaßt habe. Wenn wir pofitive
Nachweife ber die gefchichtlihen Entwiklungsftufen der Bolkswirthfchaft
in gar Feine Relation zu der Entwicklung des gefammten DVBolkslebens
 gebracht fehen und auch nicht zu bringen vermögen, Fönnen wir
ficher fein, eine verfehlte Arbeit vor uns zw haben.
Daß die Territorien, auf welchen die Völker, fet es von unvordenklichen
 Zeiten her oder nach einer Einwanderung, wohnen, gerade auch in
Beziehung auf das wirthfchaftliche Leben überall fehr verfchieden feien,
daß fih Völker gegen Völker durch ‚einen befonderen nationalen Charakter
bon einander unterfheiden, ift gar nicht al8 beftritten anzunehmen. AWber
wie Eönnen denn NMachweife von gefehichtlichen Entwikkiungsftufen der
Volkswirthfchaft auch nur einen Augenbli lang uns im Zweifel über
ihren Werth laffen, wenn wir in ihnen jeder Nückjicht auf die Verfchtes
denheit der Territorien und der Nationalitäten widerfprochen fehen? Und
wenn wir etwa felbft die Nationalitäten der Völker hinter die in allen
Völkern wahrnehmbaren allgemeinmenfhlichen Triede und Ihätigkeiten
follten zurücktreten laffen wollen, giebt e8 eine Ausrede, melche uns den
Unterfchied der natürlichen Grundlagen für die Volkswirthfehaft als nich:
fig und gleichgiltig zeigen Fönnte? Und doch. fchleppen wir uns gerade
mit folhen Entwidlungsfiufen der Volkswirthfchaft noch immer herum,
Friedrich Lifk’s Behauptungen zumal Haben ein im Ganzen doch nur
wenig angerührtes Stufenfhema über die Öfonomifche Entwicklung der
Völker fo zu fagen populär gemacht, obwohl es ficherlich aus der gefchicht:
lichen Erfahrung fo wenig begründet werden Fann, daß man fich immer
auf’s Neue verwundert nach den Urfachen frägt, durch welche es einen
weitverbreiteten Glauben gefunden Hat. Auf eine Periode der Jagd und
des Sifchfangs foll eine Periode der Viehzucht, des Nomadenlebens Foms
men, dann der Ackerbau, dann die Semwerbe, hierauf der Handel u, f. w.
fammt der Agricultur: Manufactur- Handelsperiode zum Schluß, Ih
müßte nicht anzuaeben, warum man nicht im Hinblit auf die allers