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Alteften, aber wirklich gefhichtlidhen Nachrichten, 3. B. über die Yhönizier,
mit der lekteren den Anfang machen follte. Eine Periode des »Fifchers
und Fägerlebens« if natürlicherweife nur an filchreichen SGewälfern und
in mwildreichen Wäldern möglich; fie muß fhon aus diefem Grunde allein
für viele Völker unmöglich gewefen fein. In Ländern oder Landestheilen,
in welchen fichh die Bewohner von der Kifcherei — und kaum irgendwo
auefchlicßlidi — nähren, finden wir das Kifchervolk heute wie früher; mir
find nirgends gefchichtliche Beweife vorgekommen, daß ein Volk, welches
heutzutage über die Periode des Fifcherlebens hinaus fein foll, jemals in
derfelben gelebt hätte. Man weiß, daß es ein Valk von FJägern gar
nicht geben Fann, Heutzutage wie in allen früheren Zeiten haben nur
NYägerhorden leben Fönnen. Die »IJägervöller«, welche wir etwa in ben
Wilden Amerikas Eennen gelernt haben, wollen Jäger fein und bleiben,
auf Feine andere Entwielungsftufe Aberyehen; mwmührend ausnahmeweife
bie einen Faum durch harten Zwang und Noth zum verhaßten Acker:
bau fehreiten und fogar troß Lehre und Vorbildern doch auf der »hHöheren
Entwiklungsfiufe« mehr und mehr fichtlich verkimmern, träumen fich die
anderen nach Verluft ihrer Iagdreviere lieber. gleich zu Tode. Wo if
zine Yagdperiode der altorientalifchen, der altclaffifchen, der germanifchen,
der celtifchen Völker bezeugt? Bon den romanifchen, als fpäteren Milch:
völfern, natürlich zu [dweigen. MNimrode hat es freilich immer gegeben.
Nomaden: Familien und Stämme finden wir wohl heutzutage, wie vor
dreitaufend Jahren, auf demfelben Boden, bei denfelben Macezweigen,
aber fonft nicht, heutenicht und fekher nicht. Und wie follte die fagens
bildende Dichtung, die phantafievolle Bolkstradition Über ein goldenes
Zeitalter mit einem Zuftande der Polypragmofyne bei den Stammvätern
und Stammfamilien der Nation eine wirthichafiliche Stufe des VBolkss
lebens begründen Fönnen. Unfere Alteften. Sefchichtsdenkmäler zeigen uns
überall bei den Vorfahren der gefitteteren Nationen von Anfang an auch
ben Ackerbau im Betrieb, bei Griechen und NMömern auch nach den
Älteften Dichtungen diefer Völker, bei den Celten und Germanen auch
nach Cäfar, deffen Berichte man wohl nicht gegen Strabo oder Diodor
son Sicilien zu vertheidigen braucht. Sie lieben die Jagd, die Nahrung
des Sagdwildes hertfcht vor, bemerkt wohl der Mömer, d. hH. im vergleiz
enden Hindlik auf das fiebenhundert. Jahr alte Nom auf der Höhe feiz
ner Cultur. E8 verhält fich nicht beffer mit den anderen Entwiclungs:
perioden, fofern etwa durch die Periode des Semwerbfleißes, oder durch die
Handelsperiode das erfte Eintreten von Handel und Gewerbe bezeichnet
werden fol. Wir finden Feines der gefitteteren Bölker in der Gefchichte,
etwa in den älteften Zeiten, von denen wir wirkliche Kunde haben, ohne
Bewerbsproducte und ohne Taufchverkehr. Meint man aber dieles erfte