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Iher gewöhnlich eine Eintheilung in drei Stufen feßt. Er hat diefelben
wobl hin und mieder als das Jugendalter, das Mannesalter und das Greiz
fenalter der Bolkswirthfchaft, oder auch wohl als die Zeit der jugendlich auf:
frebenden, der in voller Blüthe ftehenden und der verfallenden VWolkswirth:
ichaft bezeichnet. Mit diefen Bezeichnungen ift nun freilich nicht fehr viel
zewonnen; der Sache nach bedeuten fie wohl ganz daffelbe, als wenn man
Beginn, Mitte und Ende febte; auch geben fie Leinen Mafftab an die Hand,
durch melchen man die Scheiderwände der Perioden auch nur in ihrem allge:
meinften Berhältnig zu erkennen vermöchte, obgleich fie wegen der Stärke
des Segenfabes , welcher der Beobachtung und dem Urtheile vorfhmwebt, ge:
rade dazu eine Anregung geben, daß um fo beftimmter der Blik an dem
ununterbrochenen, Überall verbundenen Wachsthum in den Seftaltungen
alles organifchen Lebens haften bleibt. Und wenn man auch die Formen
es Berfalles, des AWbfterbens durch einen Mückblik auf eine Zeit der
Sreiteren Entfaltung, der frifcheren Bewegung, der energifcheren Stärke
und dadurch zugleich den SGeift, von dem diefe Formen Kunde geben, wohl
nad) einem bloßen Hinweis zu erkennen vermöchte — aber was it Blüthe,
Mannestraft in der Volkswirthfhaft, wenn fie im Segenfag zum jus
gendlichen Yufftreben, zur hoffnungsreichen Ausficht auf eine noch bevors
;tehende Entfaltung fteht? Macht die Breite und Größe der Formen den
Unterfchied, und nicht der innere Trieb und Seift, da doch ein »bloßes Sich:
Tügen auf die Analogie mit den vier Lebensaltern als vag erfcheint«? Defter
tedet Nofcher daneben von einem » Mittelalter« der Volkswirthfhaft,
das er jedoch weder mit dem Mittelalter der allgemeinen Weltgefchichte, noch
auch etwa mit der mittleren jener drei Perioden gleichbedeutend febt. »Unter
Mittelalter verftehe idh«, fagt No fcher1), »bie bei allen Völkern wiederkehvende
 Entwicklungsftufe, die aus dem rohen fogenannten Naturzuftande in
die volle Culturblüthe hinüberführt« 2). Etwas Faßliches, Scharfbeftimmtes
ift mit diefer ErEärung auch nicht gegeben; auch hier gewahrt man, daß
die genaue Erlenntniß diefes Mittelalter&amp;, welches mit der Periode des ju:
gendlich aufftrebenden Volkes, der Iugendperiode des Volkes und der Volks:
wirthfchaft zufammenzufallen fcheint, um [o fchtwieriger wird, fobald der auch
auf dem Skonomifchen Sebiete etwas räthfelhafte Stand der »Culturblüthe«

Üeber den Luxus in Nau’s Archiv 1843. S. 54. n. 17.
Man Fönnte alfo an vier Stufen hier denken, wenn man die Veriode des
Berfalles hHinzurechnet, Indeffen fheint Nofcher doch fonft eine Periode
des Naturzuftandes Wenigftens Feiner weiteren Berückfichtigung werth zu
zracten. »Daß eine Volksbildung wirklich neu fei, ft da anzunehmen, wo
ich die Symptome der niederen Culturftufe, des Mittelalters, yon Neuem
zinftellen. Ideen zur Politik und Statiftik der Ackerbaufyfteme in Nau’s
Xrchiv 1845. S. 311.