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die modernen Völker — ftehen ja noch mitten in ihrem Lebensiaufe, Und
%ier möchte ih nicht nur auf einen Widerfpruch in der Darftellung No:
"her’8 verweifen, fondern auch ganz allgemein gegen die weitverbreitete
Unfhauung über einen abfoltten Endverlauf in der Sfonomifchen Entwick:
:ung der Völker in Erwägung geben, ob wir nicht zum Vortheil der Wiffenichaft
 einmal entfchieden darauf verzichten wollen, irgend eine Seftaltung der
S£onomifchen Verhältniffe, die in der Wirklichkeit oder in dem geiftigen Ho
izonte der Gegenwart liegt, als das Lekte und Höchfterreichbare, als bie
auslaufende Spige der Entwickfungsftufen. anzufehen. . Wir, die wir mit
jolcher Beftimmtheit In eine dritte Entwieklungsperiode eingetreten find, wäh:
vend. »die alten Völker verhältnifmäßig nie weit Über die zweite hinaus:
Samen und gerade in der Öfonomifchen Entwicklung weit hinter uns zurücE:
blieben« ; wir, die wir — um ferner mit Nofcher felbit zu reden —
„nicht einmal wiffen, ob wir uns im erffen oder im lebten
Zehntel der Sefhichte der Menfhheit befinden«, und doch fchon
in einem Eeinen Bruchtheil diefes Zehntels eine fo reiche Entwicklung. auch
in der Bolkswirthfchaft hinter uns haber — womit follen wir die Ahnung
eines Beweifes geben Fönnen, daß alle Eommenden Generationen nicht
über unfere Praxis, nicht über die Sehweite unferer Theorie hinauskommen
merbden; daß fie alle und in die Ewigkeit der Zufunft hinein gleich ung, die
wir aus einem — öfonomifchen — Mittelalter in unfere Neuzeit ‚einge:
treten, aus einer Stufe der vorherrfhenden Sewerksarbeit zu unferer Stufe
der Capitalwirkungen, aus einer Naturalwirthfchaft zu einer Stufe der
Seldwirthfchaft gelangt find und vielleicht no — fußend auf dem in der
Befchleunigung und Erleichterung des SGüterverkehres erfichtlihen Sefeß der
ellvertretenden Kräfte .— in unferem Sefichtsfreife einen Uebergang der
Beldwirthfchaft in eine Creditwirthfhaft zu erkennen vermögen — daß alle
diefe Generationen der Zukunft gleich uns dem Wefen nach nur Daffelbe erleben,
 thun, denken, hHervorbringen werden. Das Menfchengefchlecht ft in
ner nie raftenden Bewegung, in einem ununterbrochenen Fortfhritt des
Zhung und Denkens; bliken wir rückwärts, fo Finnen wir gewahren, wie
weit wir vorgefchritten find, was mir durchmeffen haben; blien wir vor:
wärts, wie follten wir mähnen, daß hinter dem Schleier ‚der unfern unfere
are Ausficht begrenzt, die ewige Wiederholung und die ewige Stagnation
Sebensgefeß fei; mitten in einer Bewegung von rückwärts her und nach vors
märts hin haben wir unfer Thun und auch unfer Denken zu erfaffen. DVBers
;ichten mir deshalb darauf, das Leben der Zukunft mit Beftimmtheit abs
zrenzen zu wollen, oder mit anderen Worten, in den bei einzelnen Völkern
zemachten Erfahrungen den öfonomifchen Typus aller anderen Wölker und
Zeiten erbliden zu wollen. Kämen auch wirklich die einzelnen Völker immer
wieder nothwendigerweife zu einem Wofchluß zeitlich begrenzten Lebensiaufes,