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Minderung in der Anwendung von Arbeitsfräften eintrat. Uns Heutzutage
ift nicht nur die Einfeitigfeit diefes Urtheil$ wie der Erfahrungen, auf weiche
28 {ich fiüßte, volllommen erFlärlich, weil wir das in jener Zeitperiode der
menfchbeitlihen Entwicklung fo ftar£ bemerkbare Zurücftehen der Capital:
verwendungen im VBerhältnig zu den Leiftungen der menfehlichen Arbeit Elar
erkennen, fondern e$ wird auch der ungemein ffarfe Verfall des römifchen
YAUeFerbaues, fobald in der fpäteren Zeit die großen Güter und die eigentlichen
Latifundien Überwiegend werden, als das nothwendige Ergebnif derfelben Ur:
fache erfcheinen müffen. Hätten die‘ Capitalverwendungen eine verhältnifs
mäßige Zunahme mit der Vergrößerung der Landglter gefunden, fo würden
fehon andere Seriptores r. rust. wahrfcheinlich eine xweite Wahrheit neben
die erftermähnte geftellt Haben.
Daß jener Abfolutismus in den Löfungen nationaldtonomifdher Pro
oleme in ähnlicher Weife an vielen anderen Stellen aufgetreten war und in
der neueften Zeit einer anderen Betrachtungsweife der Aufgabe hat weichen
müffen, ift binlänglich bekannt. Am färkften hatten die Urtheile Über die
Handelspolitik, insbefondere über die fchroff gegenübergeftellten Syfteme der
Handelspolitik, das Freihandel= und das Schußzollfpftem, das praktifche
Sntereffe wie die theoretifhe Arbeit in Anfpruch genommen. ‘ Im Großen
und Alngemeinen ift eine heilfanıe Neaction gegen das undedingte Für oder
Wider zum Durchbruch gekommen. - Es erfeheint nicht mehr nothmwenbig,
fich durch jene Entfchloffenheit des Denkens und der Schlußfolgerungen vor
allem Uebrigen zu legitimiren, nach welcher das eine oder das andere Syftem
in Allem und immer und überall zum Heil, und das andere in’s Verderben
führt und geführt hat, vielmehr if bereits die Berfchiedenheit der Natur-,
Capital= und Arbeitskräfte, fomwie der zeitlichen Entwidlungsmomente fo in
Erwägung gebracht worden, daß eine bedingte Löfung der hHandelspolitifchen
Aufgaben die nothwendige Folge fein muß. Sanz vorübergehen wollen wir
an diefer Streitfrage aus mehreren Sründen nicht; auch deshalb nicht, weil
gerade von Vertretern der gefehichtlihen Methode jene Sachlage der Frage
mit Beftimmtheit in Kürze feftgeftellt worden if. Auch hier ft RNRofcher
mit gutem Beifpiele vorangegangen; aus feiner, die SGegenfäße vermittelnden
Anfhauung entfprang die durch ihre Billigkeit vor zehn Yahren auffällig
gewordene Beurtheilung Friedrich Lift’s. Im Srundriß (S. 64 und
65) weift er, ein Freund des Freihandels in den VBerhältniffen der Segen:
wart, doch auf die heilfame und nothmendige Kraft von Schubmaßregeln in
gewiffen Zeitnerioden hin 1. Faft follte man meinen, e8 habe die Arbeit

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Srundris, S. 64 uw. 65: So lange ein Volk nod) ganz uncultivirt if,
fteht e8 fich am beften bei voller Handelsfreiheit — — fol es Höher fteigen
4. f. w. (vgl. unfere folgende Note) — — In feiner Blüthenzeit bedarf
&amp;#nieg, nolit. Defonomie.