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anzufeßen, Bann für ein Volk im Ganzen nur unter aufßerordentlidhen Vers
hältnifjen eintreten, im weitab gewöhnlichen Lauf der Dinge wird es. fich
um eine folche Frage nicht handeln. Dagegen Fanız e$ häufiger der Fall
fein, daß irgend ein einzelner Zweig oder Kreis der wirthfchaftlichen Thätig:
feiten unter Umftänden fein Yufkommen oder feinen Fortbeftand in einer
folchen nothrechtlihen Beziehung zu den nothwendigen Bedingungen einer
geficherten Eriftenz des Staates überhaupt erkennen Fäßt. Sedenfalls aber
wird e8 Feines Bewweifes bedürfen, daß fich ‚auch die hier maßgebenden Se:
fichtspunkte außerördentlich verfhieden nach Zeiten und Berhältniffen heraus:
(tellen müffen. Sun Zeiten oder bei Völkern, wo Kriegsverwicklungen drohen
oder an der Tagesordnung find, wird (ih die Rückfichtnahme auf die dEonomifch
 = nothwendigen Bedingungen einer ferbftftändigen Eriftenz‘ des Staates
Äber einen größeren Kreis von wirthfhaftlichen Thätigkeiten erftreden, mit
forglicherer Energie über Alles ausdehnen, al&amp; in den Zeiten eines geficherten
Friedens u. f. mw. Während fo eine beffimmte Verhältnifftelung des SEonoz
mifchen Süterlebens im Kreife der gefammten Lebensthätigkeiten der Bölker
durch Äußere Bedingungen herbeigeführt wird, liegt eine folche überhaupt
freilich auch an fich wie in der Yndividualität einzelner Menfchen, fo auch,
ih möchte fagen, im Naturell der einzelnen Völker und Zeitperioden. Wie
verfchieben ift die Stellung des wirthfhaftlichen Lebenskreifes unter den Übriz
gen, 3. B. in unferer Zeit gegenüber der Zeit der Kreuzzüge, oder bei dem
modernen England gegenüber dem modernen Italien oder Spanien! In
einer Periode ift den Menfchen das religiöfe Yntereffe, das Streben, für das
überirdifhe Heil der Seele zu denken und zu fhaffen, fo in den Vordergrund
gefreten, daß jeglicher anderweitiger Beruf jenem Interefje dienen mußte
oder Kaum eine nothdürftige Beachtung fand. Zu einer anderen Zeit wurde
ein ganzes WolE glei, mandhem einzelnen Mann von einem Alles beherrs
fehenden Drang nach politifhen Rechten und Freiheiten befeelt, oder e$ hat
dann auch einmal das Streben und Schaffen in der SEonomifhen Güter:
welt die Gemüther und die Wucht der Kraftanfirengungen auf fich gelenkt
und diefelben Lebensfreife, in welchen die Vorfahren ihre größten Güter ers
Fannten, treten weit in den Hintergrund. Immer if diefe Berhältnifftellung
der SEonomifchen ThätigkeitsEreife und Zielpunkte unter den übrigen, welche
in den gemeinwefenlidhen Verbänden der Menfehen fich einen Plab zu vers
fchaffen pflegen, ein harakteriftifches Merkmal für Zeiten und Völker, wie
fie e8 ja auch iff für den einzelnen Menfchen zu jeder Zeit, in jedem Volke.
Ohne ein volles Berfländnif über diefen Punkt, befangen vielleicht in den
Sefichtspunkten, die eine beffimmte Zeit gerade beherrfhen, wird man an
vielen Stellen der S£onomifchen SGefchichte der Wölker mit lächelndem Kopf:
[(hütteln vorübergehen und in Lob und Tadel irren und ungerecht werden.
Wenn nun auch ohne Weiteres zugeffanden werden muß, daß Feineswegs in