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ihres Unterfucdhungsgebietes , ihrer Aufgabe und ihrer Bewveisführung und
Schluffolgerung feftzuftellen. Was id hier vorführen will, bezieht fi auf
die Methode im gewöhnlichen engeren Sinne, nach weichem man unter
ihr den Weg, die Art und Weife verfteht, wie man die fundamentalen That
Fachen gewinnen will, welche Beweisführung gelten, welche Schluffolgerung
geftattet fein foll. Es ift natürlich, daß ebenfo, wie für eine Wiffenfchaft im
Allgemeinen, aud) für jedes einzelne Problem die Frage nach der Methode
zehoben werden Kann, in welcher die gefeßte Yufgabe zu [öfen ift; im erftes
ven Falle wird es fich um die Grundzüge im Großen und Sanzen handeln,
im lebteren um die befondere Seftaltung derfelben in einem einzelnen Falle,
der fpecielle Ermägungen und Berhckfichtigungen nöthig machen Fann. Uber
hier mie dort wird eine beftimmte Art des Verfahrens, fei es die allein rich:
tige, fei es die richtigfte, fein, mas freilich auf dem Sebiete wiffenfchaftlicher
Unterfuchungen im Grunde genommen gleichbedeutend if. Wo mehrere
Methoden des Verfahrens zur Unmwendung gelangen und in Geltung ver:
bleiben Eönnen, da wird man nicht irren, wenn man auf eine offene oder
verdeckte VBerfchiedenheit der Hufgabe fchließt, welche hier und dort gelöft
werden foll, oder der Sag beherzigt: si duo faciunt idem non est idem.
Es ift bekannt, daß es fehr gebräuchlich ift, wenn man einen durchs
greifenden Gegenfaß der wiffenfhaftlichen Methode hervorheben will, eine
philofophifche Methode der hiftorifhen Methode gegenüberzuftellen.
Auch Nofcher thut daffelbe in der Einleitung zu feinem Srundrif, um
den Lefer auf das Sigenthümliche feiner Behandlung {ftaatstwirthfchaftlicher
Fragen hinzuleiten. Ih Fann biefem SGegenfabe, und insbefondere, wenn
man den Ausdruck »Methode« in der gewöhnlichen engeren Bedeutung
faßt, Feinen rvechten Sinn abgewinnen. Soll die philofopbhifche Methode
biejenige fein, welche von den Pbhilofophen angewendet wird, wie man mit
derfelben Bezugnahme von einer naturwiffenfchaftlichen Methode zu fprechen
pflegt, fo ift damit doch wenig ober nichts gedient, bei dem Mangel einer
Yebereinftimmung in dem Unterfuchungsverfahren der Philofophen gar
Fein fefter Begriff für jenen. Ausdruck zu gewinnen, man würde fich nur an
beftimmte einzelne Philofophen oder an die Philofophie in einer beffimmten
Zeit halten Eönnen. Denn welcher -Unterfchied ift in der Methode der Phi:
Lofophen ferbft und nod) in der neueren Zeit, von Descartes und Baco an
bis auf Hegel und Herbart herab. Wird man jemals philofophifh und ungefchichtlich
 oder unphilofophifch und gefchichtlich von ferne her in eine Pas
rallele bringen dürfen — ih meine in Bezug auf die Wahrheit des Be:
dankens, nicht im Hinblit auf diefe oder jene Leiftung des Cinzelnen.
Machen wir gleich die Anwendung, wird Nofcher der von ihm In der
Ztaatswirthfchaftslehre angetwendeten Methode die der Anderen als die phi-Lofopbifche
 Methode der Nationalskonomie entagegenfeken wollen? Darum
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