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fann e8 dan weiterhin nicht beftemden, wenn Nofcher da, wo er den
»Unterfchied der hifforifhen -und- philofophifchen Methode« Harakterifiren
will, nicht etwa einen Grgenfaß von Methoden, die man in derfelben Diss
eiplin in Anwendung zu bringen verfüchen Fönnte, feftftellte, fondern nur
Hinweife auf die Berfchiedenheit der Philofophie und der Hiftorie giebt,
„Der Philofoph,« fagt er, »will ein Syftem von Begriffen oder Urtheilen
möglichft abftract, d. bh. möglichft entEleidet von allen ZufälligFeiten des
Raumes und der Zeit; der Hiftoriker eine Schilderung menfhliher Ent»
wickelungen und Verhältniffe, möglichft getreu dem wirklichen "Leben nach:
gebildet. MIener hat eine Ihatfache erElärt, wenn er fie definirt hat und
nun Fein Begriff mehr in feiner Definition vorkommt, der nicht in fehheren
Theilen des Syftems erörtert wäre; diefer, wenn er die Menfchen gefchildert
hat, von denen und an denen fie verrichtet ifk.« Nach diefer Aufgabe richtet
fich dann freilich auch der Unterfchied in der Methode des Verfahrens, welhen
 man dahin ergänzen. Eönnte, daß man fagte: Der Philofoph nimmt
Begriffe zur Grundlage und fucht diefe Fritifch feftzuftellen, der Hifkoriker
Thatfachen des gefhichtlidhen Lebens; von jenen aus fucht der Pbhilofoph
ein Nefultat zu gewinnen ind die Wahrheit deffelben -dadurd zu beweifen,
daß er alle Folgerungen im Logifch=richtigen Zufammenfchluß hält, der His
ftorifer prüft und beweift das Caufalitätsverhältnif der Thatfachen an und
mit den Erfheinungen des wirklichen Lebens u. f. w. Aber mährend Fe:
nes, was »Dder Philofoph wilk«, in Feiner anderen wiffenfhaftlichen Disciplin
gewollt werben Kann, ift die von uns unter der aufgenommenen Beziehung
der Aufgabe Eurz angedeutete Ergänzung über die Methode des philofophis
fchen Naifonnements um fo weniger zur Charakterifirung eines Segenfabes
zwifchen der philofophifchen und einer anderen Methode ftichhaltig, als einerz
feits für die Dialektik vieler Yhilofophen die ErFenntniftheorie und die Beweis:
führung durch andere Gefichtspunkte wenigfiens ergänzt und auf ein breis
teres Fundament geffellt wird, und andererfeits bekanntlich die von uns bes
zeichnete Methode auch in allen anderen wiffenfchaftlichen Diseiplinen zur
Anwendung gebracht worden ft, gleichviel mit welchem Erfolge. Weil
alfo eine mit dem Unterfuchungsgebiete und mit det zu [Sfenden Aufgabe
einer beftimmten Disciplin in Verbindung gefebßte Methode anderwärts gar
nicht zur Anwendung gelangen Fann, eben diefe Verbindung aber bei jenem
Begenfabe vorfhmweben muß, fo halte ich die Gegenüberftellung einer Phi
Lofophifchen und einer gefchichtlichen Methode für nichtsfagend oder für einen
Mifgriff im Ausdruck, wenn man damit etwa eine richtige und eine falfche,
eine berechtigte und eine unberechtigte Merhode in jeder oder in einer ein:
zelnen Disciplin, z. B. in der Nationalskonomie, bezeichnen will.
Wilk man fih im Hinblik auf die verfchiedenen Disciplinen die Un:
terfchiede in der Methode, melche zur Anwendung gelangen und gelangen