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Fönmen, vergegentwärtigen, fo wird man zunächft, mas nad) früheren Undeus
tungen nur natürlich erfheinen Fann, gemwahren, daß fi in jeder einzelnen
Diseiplin eine beftimmte, meiff mit dem Namen derfelben belegte Methode
der Operationen als allein diefer MWiffenfchaft angehörig und geziemend
heraushebt. So redet man von einer Methode der Statiftik, der Naturwiffenfchaften
 u. f. w., wobei man an einen gewiffen Complex allgemeiner
Grundfäge denkt, welche für das Verfahrren des Sorfchers fo maßgebend
fein‘ follen, daß auf andere Weife angeftellte Unterfuchungen für die Fachoenoffen
 merthlos find, mwenigftens fo lange nicht jene Srundfäge feibft er:
fehüttert find. Denn allerdings ftehen auch die Methoden der Wiffenfhaf»
fen in einem und zwar fehr merkwürdigen Entwicelungsproceffe , der. zu
einem Theile mwenigftens felbft mit der Entwicklung der Erkenntnig im
Angemeinen in Verbindung zu ftehen pflegt. Was nämlich in der einzelnen
 Wiffenfchaft als ftatifkifche, naturmwiffenfhaftlidhe Methode u. |. m. bes
zeichnet wird, Läßt fich dann auch wieder auf gewilfe ganz allgemeine Grund:
anfehauungen zurückführen, welche aus dem gefammten Bildungsbewußt:
fein und Bildungsergebniß einer Zeitperiade hervorgehen. In dem lekteren
fiegt eine Ueberzengung über die Art und Weife, wie die Wahrheit erforfht
und begründet, wie über das Bekannte und Alte hinaus Neues und Unbe:
Fanntes durch den Menfchen erobert werden Fönne; die. einzelnen TWiffen:
fehaften formiren diefe allgemeine Ueberzeugung nach dem befonderen Bes
dürfnig, für die befonderen Zwecke, Man braucht nur einmal den VBerhält:
niffen in unferer Zeit gegenüber fichh den Zufammenhang zu vergegentwär:
tigen, in welchem etwa die methodifchen SGrundfäge der Aldhymie, der Aftro:
logie u. f. m. mit dem allgemeinen Bildungsftande in den Zeiten der
Herenproceffe, der Amulete, der Lebenselirire u. f. w. fanden, um fich als:
bald zu überzeugen, daß alle Wiffenfhaften gerade durch Ihre Methoden, wie
fpecielle Form diefelben auch in der eigenthlmlichen Umgebung gewinnen mö5:
gen, doch immer mit der allgemeinen geiftigen Bildungshöhe Und Cinficht
einer Zeit zufammenhängen , deshalb auch die Evochen in der lebteren wohl
erkennen laffen.
Bedenkt man alfo, daß die Methode in unferm engeren Sinne in
enger Verbindung fteht mit dem Wefen der zu Löfenden Yufgabe, und
nimmt man hinzu, daß alle Wiffenfchaften in lekter Stelle e$ mit der
‚Herausftellung der Wahrheit zu thum haben, fo erkennt man gleich, rote
fie alle betheiligt find an der Beantwortung der Frage, was als die Quelle
für die Ertenntnif wiffenfhaftlicher Wahrheit überhaupt anzuerkennen (ei.
At der Beantwortung diefer Frage ift natürlich auch die Nationalökonomie
betheiligt. Daneben werden fich jedoch für die leBtere befondere Erwägungen
deshalb nöthig machen, weil, wie wir gefehen haben, nicht nur das wirth:
fchaftliche Sefes eine Function ift, welche auf der combinirten Wirkung von