326

Thatfachen der realen und perfonalen Welt beruht, fondern auch der poliz
tifch =moralifche Charakter der Nationalökonomie die Theorie Über die
Aufgabe einer bloßen Meproduction deffen, was in der erfahrungsmäßigen
Mirklichkeit vorhanden und heräusgebildet if, hinaushebt.
Es ift bekanntlich fchon in früher Zeit und mandhes Jahrhundert hin:
durch zwifchen verfchiedenen philofophifchen Schulen die Streitfrage behanz
delt morden, ob die Erzeugungsquelle, der Urfprungsort der in dem menfchf
lichen Seifte zur Bergegentwärtigung gelangenden Ideen, Begriffe, Wahr:
heiten, fammt der Verbindung derfelben durch die Schlußfolgerung zum
Urtheil u. f. w., einer dem menfchlichen Seifte an fich innewohnenden Eigenfchaft
 oder den von der objectiven Welt herfommenden Eindrücken, den
finntichen Wahrnehmungen der empirifchen Erfahrung zuzufchreiben fei. Bei
diefer Frage fcheint die Mationalökonomie zunächft gar nicht betheiligt, da
fie auf das nun einmal Vorhandene baut, gleichviel aus welcher erften Yuelle
daffelbe hervorgeht. Indeffen ftellt fich doch diefe Beziehung fofort als eine
andere dar, fowie man beherzigt, daß die Wiffenfchaft in einem ununterbrochenen
 Borfchritt zu neuen Wahrheiten begriffen if, und die SGiltigkeit
derjenigen, welche man neu Hervorftellt, von dem Beweisverfahren ab:
hHärgig wird, das dann eben wieder nur auf eine anerkannte Nırelle der
Wahrheit überhaupt geftübt- werden kann. So kann zwar die National»
SEonomie den erften -Urfprung des menfhlichen Denk: und Urtheilsvermö:
gens$ wohl bei Seite (affen, aber die Feftftelung des Verhältniffes zwifchen
der auf fich felbft geftellten Einficht des menfchlidhen Seiftes und den ob:
jectio wahrnehmbaren Thatfachen des empirifhen Lebens in Beziehung auf
die Gewinnung der furdamentalen Wahrheiten und das giltige Berveis:
verfahren für die Nichtigkeit der volksmwirthfchaftlichen SGefege if für fie von
größter Bedeutung. Nun gewahrt man bald, daß, wie auch die Philofophie
mit ihrem Streite zu Ende Fommen möge, für die Nationalökonomie von
Feiner eigentlichen Alternative die Nede fein kann. Wie unabfehbar ift je
denfalls doch die Maffe, wie entfcheidend das Gewicht der empirifchen that-Tächlichen
 Erfahrungen in der forfchenden und urtheilenden Vernunft, welche
immerhin zunächft wie auf fich felbft allein geftellt erfheinen mag: Das
gilt im Allgemeinen, wie in jeder einzelnen Frage. im Befonderen, Der
Weg, welchen der forfchende Volkswirthfchaftsgelehrte einfdlägt, die Com:
bination, die ihn zu einem Schluffe führt, die Zuverficht zu diefem Schluffe
felbft, wie eng find fie mit allen den Erfahrungen. verbunden, die er im Algemeinen
 auf feinem Unterfuchungsgebiete aus dem wirklichen Leben bereits
gefchöpft hat, wenn ihm auch Feine einzelne befonders gegentwärtig , Feine
einzelne in einem nächften Zufammenhange mit der vorliegenden Frage
nachzutwveifen ift, Und andererfeits bedarf doch auch jede Thatfache der obtectib-mwahrnehmbaren
 Wirklichkeit felbit einer Verarbeitung durch die Ver: