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geführt werden ann, oder fagen mir Lieber, einer folchen Seftalt, daß auch
die Aufnahme der neu gewonnenen Erfahrungen Plas finden Fann. Und
hier ift die Stelle, wo man fich am beffen den Einfluß der Zeit auf
die Thecrie vergegentvärtigen Fann, auf welchen wir fehon früher einmal
hingemwiefen haben. Er ann für fich einen neuen Betveis für den engen
Zufammenhang der Theorie mit den Erfahrungen des Lebens von der Art
abgeben, daß wir von den leßteren die erftere abhängig erklären müffen.
Sin Zufammenhang zwiflhen den erfahrungsmäßigen Erfcheinungen der
Äußeren Wirklichkeit und den Leiftungen der Theoretiker muß wohl an fich
in allen Diseiplinen mit großer Stärke fich geltend machen, welche auf die
Beobachtung diefes thatfächlichen Lebens als auf den Ausgangspunkt der
wiffenfchaftlichen Berarbeitung des ihnen zugehörigen Stoffes angetviefen
find; er wird aber zum engften Verbande, wenn das äußere Leben nicht
immerdar fich gleichbleihende Bedingungen fellt, ja felbft die naturgefegli:
chen Erfcheinungen der realen Welt durch die fie zur Wahrnehmung brinz
genden gefchichtlihen Größen auch in einer vorfchreitenden Erplication dars
bietet. Diefer Umftand, daf jede von der Erfahrung ausgehende nationalöfonomifcdhe
 Theorie fich immer doch nur auf die In einer beftimmten Zeit
bereits conffatirte Erfahrung ftüßen fann, und daß fie, wie fie auf dem
Srunde ihrer Gegenwart fich erhebt, fo auch in allen dem praktifhen Leben
voranfchreitenden Löfungen aufgeworfener Probleme fich nur an die in eben
diefem vorhandenen praktifhen Leben dargebotenen Mittel zu Halten ver:
mag — diefer Umftand enthält den Betveis, daß eine frühere vollsmwirthfchaftliche
 Theorie gegen eine in der That vorgefehrittene und umgeftaltete
Theorie doch in ihrem NMechte bleiben kann. Das SGefeg der NMelativität
findet hier feine Anwendung auf die allgemeine Haltung der nationalökos
nomifchen Syfteme im Sanzen. Wir haben an frhıheren Stellen fhon
wiederholt auf diefe Ihatfache hingewiefen; wir wollen hier beifpielstweife
nur noch einmal darauf aufmertfam machen, wie fich im Laufe der Zeit
und gerade durch die Weiterentwikelung des gefammten Volkslebens das
Urtheil über die Bedeutung des inneren und des ausmärtigen Handels Ändern
 mußte. Gerade diejenigen Elemente im VBolksieden, an deren Wirk
famEeit fich zunächft die allgemeine Haltung der fonomifchen Dinge auf
den verfchiedenen Entwicelungsftufen anfchließt, die Dichtigkeit der Bes
völferung, die Grundlagen des Verkehrs und die Menge des gefammelten
Produckiveapitals, diefe find e&amp;, welche in ihrer ftufenmäßigen Entfaltung
fowobht den auswärtigen, als auch den Binnenhandel je in verfhiedenen
Beitperioden als erfprießlicher, productiver erfheinen lafjen müffen. So lange
eine weniger dichte Bevölkerung fich in einem Zuftande befindet, in weldjem
von den einzelnen Familienbeftänden felbft bei geringfügiger‘ Arbeitsthetz
(ung die nothwendiaften Lebensmittel im Allgemeinen gewonnen wer: