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fort und fort neu combinirende und neu geftaltende Zeit der Wirkung nach
als eine fortwährend neue Probleme und neue. Unterfuchungsmethoden dars
bietende Kraft anfehen, welche den Menfchen zu immer weiter vorfchreiten:
der Erkenntnif führt.
Kon welchem Punkte aus man deshalb auch die Theorie über die
$Eonomifchen Dinge betrachten mag, immer wird man e8 als eine unerläßliche
Bedingung erkennen, fich den Thatfaghen des gefhichtlihen Lebens hinzus
geben, fie alg das Fundament anzunehmen, wodurch fich die Theorie beftims
men laffen muß und gegen welche fie Feine Wahrheit beanfpruchen Fann.
Wo dies nicht gefhieht, wo mithin durch eine einfeitige und gegen die les
bendige Erfahrung rückfichtslofe oder gleichgiltige ThätigEeit der menfchlichen
Berftandeskräfte das Ergebnif erzielt wird, mit anderen Worten, wo auf
dem Wege der Conffrruction und durch bloße Denkevolutionen
 die Bafis gewonnen, das Raifonnement begründet
wird, da ift Eeinerlei Garantie gegen den Serthum und die Unwahrheit
gegeben, und mir fönnen im beften Falle undewiefene PWahrfcheinlichkeiten
erwarten. Die bekannteften ‚und derbften Beifpiele diefes Verfahrens find
in allen jenen Staats: und Sejellfchafts = Ydealen gegeben, die fich in alter
und neuer Zeit auch namentlich zu, einer Verarbeitung des dfonomifchen
Lebens der Völker herbeigelaffen haben. Der Name von Staatsidealen
mag ihnen deshalb zukommen, weil gewöhnlich eine Menge von Uebelftänz
den und Leiden, welche mit der Geftaltung und Entwidelung der menf{chlichen
 Sefellfchaften in ber Mirklichkeit fich verbunden gezeigt haben, dort
einem fonnenreichen Stück Aller weichen, wie man e8$ wenigftens einem
Theile nach in die Wirklichkeit gern eingeführt fehen möchte. Sobald man
dagegen auf den vorgeführten Caufalitätsnerus der Urfachen und Folgen blickt,
erfcheinen alle diefe Ideale als Hirngefpinnffe, die aus mandherlei Gründen
und insbefondere auch dadurch verderblich wirken, daß fie ein gleichfjam nur
durch Berfchulden der allgemeinen Sefellfchaft nicht erreichtes goldenes Zeitalter
in eine Zukunft verlegen, welche die Mafje der Menfchen nur in der Weile
zu erfahren pflegt, daß die in der wirklichen Entwickelung gegebenen Leiden
und Uebelftände ihren Druck doppelt fcharf empfinden Laffen oder als Craebz
niffe ganz unrichtiger Urfachen betrachtet werden.
Sobald man den allgemeinen Srundfaß felthält, daß nur Thatfachen
des wirklichen Lebens den Ausgangspunkt und die Grundlage der national=SEonomifchen
 Theorie bilden Finnen, wird man fich dann weiterhin zu Uns
terfcheidungen und Normen hingedrängt fehen, welche aus der Natur der
in Frage Fommenden Ihatfachen felbft hervorgehen. Denn auch hier muß
man die naturgefeblihen Erfheinungen der realen Zeit abgefondert ins
Auge faffen. ft einmal eine Thatfache diefer Art conffatitt, die Beobach:
tuna eract, ift die Formulirung adäquat, fo find alle nothiwendigen Bebdin-