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(ogifche Studium des gefhichtlidhen Menfchen führt zur Anerkennung großer
Verfchiedenheiten aud) in den nationalen Charakteren, das biftorifche Stus
dium der bürgerlichen und flaatlihen Inftitutionen zur Erlenntniß gewaltiger
 Unterfchiede in den allgemeinen Grundlagen des Lebens, von denen
aus auch die volfswirthfchaftlihen Thatfachen urfächlich wirkende, Impulfe
zrhalten: Es ift eine nothmwendige Folge diefes Umftandes, daß insbefondere
Thatfachen diefer Art, auch wenn fie gefhichtlich feftgeftellt find, wohl für
eine gefchichtliche Befchreibung der Sfonomifchen Erfheinungen eines ein:
zelnen Zeitraumes oder Volkes brauchbar, für die Nationaldkonomie jedoch
faft mwerthlos find, wenn der Feftftellung derfelben nicht eine Seftftellung
der Urfach en -zur Seite fteht, als deren Ergebnif fie zu betrachten find.
Weil die gefammten Strebungen des Menfchen, die bürgerlichen Sitten,
die Maatlichen Sefebe ut. f. w., gerade auch auf die wirthfchaftlihen Erfcheis
nungen des Lebens einwirken, fo Fann eine von ihrem urfächlihen Grunde
Loggeriffene und freigeworbene wirth[haftlihe Thatfache, wie gefchichtlich fie
immerhin fein mag, Feine ErFenntniß ihres eigentlichen Wefens und darum
auch Feine theoretifhe Verwendung vermitteln; € find ausgeriffene Augen,
die nicht fehen. Mit folchen, an fich nicht untwahren, aus der Sefchichte
herausgeholten und zufammengefchleppten Sfonomifhen Ihatfachen ift —
man Eann e8 nicht anders bezeichnen — ein wahrer. Unfug getrieben wors
den, und da fich bald der unendliche Meichthum in den Entfaltungen des
gefchichtlichen Lebens als ein unerfchöpfliches Nefervoir von Zhatfachen einer
der dußeren Erfeheinung nach -entaegengefebten Natur auch dem blödeften
Blick zeigen mußte, fo warf der Unverftand eine Migachtung auf die Thatfachen
 des gefchichtlihen Lebens, welche er gegen die Manier, fie vorzufühs
zen und zu verwenden, hätte Kbertragen wollen. Siebt e&amp; doch noch immer
Leute genug, weiche behaupten, aus der Sefchichte, welche Baco die materia
 prima philosophiae nennt, laffe fich AUWes, jedes RNaifonnement bes
weifen, was doch nichts Anderes heißt, als daß in den men[Hlichen Dingen
weder irgend eine Vernunft noch auch nur ein feltes Caufalitätgverhältniß
zu erfaffen. fei. Iedermann weiß, daß feit der Zeit, in weicher man ges
fchichtliche und fratiftifche Thatfachen in ihrem Werthe für die theoretifchen
Ausführungen über Verhältniffe der Wirklichkeit Hochzufchäßen gelernt Hat,
allerdings für die entgegengefebteften Meinungen colonnenweife folche Ihatz
fachen aufmarfehiren müffen, aud) daß man bei mancherlei Gelegenheiten die
zrgögliche Schlußfrage über: Parceque oder Quoique glaubte durch Majos
ritäten von zufammengefuchten Angaben ohne Nückficht auf deren nur aus
ben urfächlichen Kräften zu gewinnende Bedeutung entfheiden zu Eönnen
 — da muß e8 faft wie ein Wunder erfheinen, daß man nicht längft
überall, wo man fich mit gefchichtlichen Erfheinungen begnügt und nach
dem Zufammenbhanae derfelben mit ihren Urfachen meiter nicht viel fragt,