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ftufe der Völker Hberhaupt, wie wegen des Unterfchiedes in den Motiven und
Befichtspunkten der zunächft handelnden Perfonen, und es würde ein falfher
Schluß fein, wenn man fich die S£onomifchen Folgen der Kreuzzlige und der
modernen Auswanderung in eine Parallele feßen wollte, welche auf eine
Gleichheit der Wirkungen hinausliefe. Eben diefer Umftand alfo, daß im
mer zum vollen Berftändnif des Wefens irgend einer SFonomifchen Thatfache
die Berückfichtigung der fie hHervorbringenden Urfachen gar nicht entbehrt
werden kann, muß ung immer wieder auf das Verkehrte hinweifen , zufam
mengeftellte einzelne Thatfachen als Mittel der Beweisführung anzunehmen,
auch wenn fie für fich betrachtet wahr fein follten. Der Zufammenhang, in
welchem die einzelne SEonomifche Thatfache mit dem Sanzen fteht, welches
fie frägt, muß uns warnen, etwa aus der Worführung von Thatfachen einer
früheren Zeit ganz unmittelbar beweisführende Belege über Berhältniffe und
Fragen in unferer Segentwart gewinnen zu wollen, oder uns der Meinung
hinzugeben, daß dasjenige, was zu irgend einer Zeit, unter ganz beftimmten
und befonderen VBerhältniffen wahr und richtig gewefen, ebendeshalb nach
einer im Allgemeinen eingetretenen großen Aenderung des Sefammtbeftandes
der Dinge noch ebenfo wahr und richtig fei.. Wären die SEonomifchen Er
fheinungen das Ergebniß einer iHfolirt beftehenden und rein naturgefeßlich
wirkenden Kraft oder Kräfteverbindung, nur dann würde die Unnahme einer
vollen Kdentität der Wirkungen bei dem Auftreten derfelben Kräfte unter
allen Umftänden fid) rechtfertigen Laffen. Aber der Zufammenhang der Skonomifchen
 CThatfachen mit dem Sefammtbeftande des Lebens ift fo innig,
die Mitwirkung des freien perfonalen Elementes fo ftetig, daß die natur:
gefeßliche Caufalität, welche immer zur Anerkennung identifcher Wirkungen
zwingt, in Feiner Weife nachzumweifen ift, Im Grunde genommen liegt ge:
vade hierin auch die Berechtigung der Ausftelungen, die man bekanntlich
gegen das Maifonnement des fharf Logifhen Ricardo erhoben hat, Ris
cardo geht häufig gerade von fein beobachteten und mit Umficht feffgeftellten
Thatfachen des wirklichen Lebens aus und nimmt fie zur erffen Grundlage
feiner Argumentation, Dann aber überläßt er fi Sfter einer Methode der
Schlußfolgerungen, wie man fie wohl bei Philofophen gewohnt ift, in der
Theorie über nationalSEonomifche Fragen aber nicht zulaffen Kann. Un der
Stüße logifher Gedankenverbindungen und begriffliher Evolutionen führt
er den Lefer, der Feine Unterbrechung oder Unrichtigkeit in der Kette der
Schläffe wahrnimmt, immer weiter und weiter vorwärts, bis zu einem Mefultat,
 das — troß der Thatfachen in der Bafis und der männlichen Logik in
dem Raifonnement — dann doch noch lange nicht außer Frage geftellt ft.
Denn da es fich zuleßt doh immer nicht bloß um etwas TWahrgedachtes,
nicht um eine Wahrheit nur der Gedanken, fondern. um eine Wahrheit für
das empirifche Leben handelt, fo Fann auch nur der Caufalnerus diefes em-7
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