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tig fördert; fie Fann darauf bauen, daß die Uchtung und Nückfichtnahme auf
has Wohl Anderer nicht bloß in der Kirche, fordern auch auf dem Markte
zum Ausdruck Fommen Fönne, daß die gemeinfinnigen Triebe, welche zum
muthigen Tode auf dem Schlachtfelde den Bürger begeiftern, audh in dem
Handelscomptoir nicht verfiummen müffen, wenn erft der wirre Nebel ver:
fcheucht fein wird, den eine Äbelmeinende und eine wohlmeinende Kurzfichtig-Feit
 mit dem frevelhaften Unterfchiede ausgebreitet hat, nach weldhem diefelbe
Handlungstveife hier erlaubt und dort verpönt, hier fittlich und dort unfittlich
 erfcheint. Dagegen würde man Unmögliches fordern, wenn man an
das fittlich freie Thun der Sndividuen ein Verlangen fellen würde, welches
mit den Naturgefeken der individuellen Organismen im Widerfpruch ftebt,
wenn man etwa dem Einzelnen zur Pflicht machen wollte, eine Abfagung
von dem Streben nach wirthfchaftlicher Selbfiftändigkeit, nad) dem Sigenwohl,
 einen Verzicht auf die Freiheit der individuellen Bewegung u. 6 w. —
den Fall angenommen, daß man überhaupt in der Annäherung an die Vers
wirklichung folcher Dinge ein Gut der Menfehen und Bölker zu erkennen
vermöchte. Wann und wo alfo auch die MNationaldkonomie in der Entfcheiz
dung Aber wirthfchaftliche Dinge nicht nur nicht gegen die berechtigten Vors
derungen der moralifchen und politifchen Aufgaben des Bolksiehens verftößt,
Fordern auch in der Ereenntnif, daß das wirthfchaftliche Leben pofitiv die
höächften Ztveke der Staaten zu fördern habe, die wirthfhaftlihen Dinge
unter den normirenden Einfluß der moralifchen und politifchen Principien
ftellt, immer und überall hat fie fi gegenwärtig zu halten, daß ihre Dielpunkte,
 wiewohl fie über das im prattifhen Leben bereits Vorhandene bins
ausgehen, doch für eben diefes praktilche Leben vollEommen erreichbar fein
müffen.
Daneben wird auch hier der innige Zufammenhang, in welchem alles
wirth(haftliche Leben überhaupt, und fomit auch die hier hervorgehobene, von
der Theorie zu erzielende Entwicklung deffelben, mit dem SGefammtEreis der
Manifefkationen des BölEerlebens ffeht, im Auge behakten werden müffen. Der
Nationaldkonom Fann fih nimmermehr dem Glauben hingeben, daß er auf
demienigen Gebiete, wo in der Gegenwart wenigftens faft der heftigfte MWiderffveit
 der fittlichen und der egoiftifhen Triebe und Handlungen bemerkbar
ift, ohne eine von allen Seiten her und nach allen Seiten hin eingreifende
Mitwirkung die wünfchenswerthen Erfolge erlangen werde — daher das
große Sntereffe, welches die Nationaldkonomie an dem Zuffande und der
Entwicklung des ethifchen Lebens im Allgemeinen hat; der Nationalifonom
muß erkennen, daß fi ein lebendiges Wirken gemeinfinniger Triebe auf dem
Sebiete der SEonomifchen Dinge nur Hand in Hand mit einem [ebendigen
Sefammtgefühl der Einzelnen für den Staat und das VBolksleben in ihm in
Ausficht ftellen LÄßt — daher das tiefe Sntereffe unferer Theorie an dem
nieg, golit, Dekonumie. 23