m wirts, sowohl die Zugtiere, wie das Milch- und Mastvieh, während Luxustiere daraus ausscheiden. Nachdem wir unseren Standpunkt in dieser Weise klar zu legen Verschiedene zesucht haben, wollen wir eine Anzahl Definitionen hervorragender Auffassung Autoritäten dem gegenüberstellen. Turgot und Mac Culloch legen “1° Kapitals. den ganzen Schwerpunkt auf das Vielhaben. Sie verstehen darunter sinen großen Vorrat zur Nutzung, Adam Smith, Schäffle, Mac-3leod nehmen die Art der Verwendung zur Grundlage und zum Ausgangspunkt. Roscher nennt Kapital jedes Produkt, das zu fernerer Produktion aufbewahrt wird, während uns nicht das Aufbewahren das Charakteristische zu sein scheint, sondern die Bestimmung des Gegenstandes. Adolf Wagner versteht darunter Erwerbsmittel vom Standpunkt des Besitzers, wonach also auch die Naturkräfte und inneren Eigenschaften als Kapital erscheinen. Nach Knies ist Kapital der für eine Wirtschaft vorhandene Bestand von Gütern, welcher zur Befriedigung des Bedarfs in der Zukunft verwendbar ist. Hiernach umfaßt das Kapital nicht nur Produktionsmittel, sondern auch mit. Wagner Erwerbsmittel, und noch darüber hinaus Konsumtionsmittel, also alle Bestandteile des Vermögens. Hermann nennt Kapital die Grundlage einer Nutzung, die Tauschwert hat. Diese Richtung hat Karl Menger weiter verfolgt und in origineller Weise eine eigene Definition aufzestellt, die unzweifelhaft sich dem Sprachgebrauch am meisten nähert. Er versteht darunter Geldbeträge, welche der. Einkommensbildung gewidmet sind. Nach seiner Auffassung ist nicht der Ursprung das Maßgebende, sondern die Nutzung. Er sieht von der wirtschaftlichen Form ab und berücksichtigt allein den Wert. Es fällt nach ihm das Kapital mit dem Begriff des Stammvermögens einer Erwerbswirtschaft zusammen, und nur der Teil des Vermögens ist von ihm nicht als Kapital angesehen, der unmittelbar zum Verbrauche bestimmt ist. Der Vorteil, der darin liegt, daß die Definition sich dem Sprachgebrauche anschließt, ist unverkennbar. Als Kapitalist wird derjenige bezeichnet, der aus einem größeren Vermögen ohne eigene Arbeit genügendes Einkommen bezieht, um davon zu leben, und sein werbend angelegtes Vermögen, in Geld ausgedrückt, ist sein Kapital. Es scheint uns aber sine große Gefahr mit dieser Definition verbunden zu sein, eine Vermengung von Geld und Kapital herbeizuführen, während gerade diese Scheidung dem Anfänger besondere Schwierigkeit macht und die Verwirrung im Publikum allgemein eine bedenkliche Rolle spielt. Außer-Jem fällt hiernach der Begriff des Kapitals mit dem des Stamm: vermögens, wie erwähnt, völlig zusammen. Wir müssen uns aber noch den Unterschied zwischen Geld und Kapital vergegenwärtigen,. Im gewöhnlichen Leben spricht man von dem Vermögen oder der Erbschaft einer Person nur, indem man den Wert in Geld ausdrückt, also atwa 100,000 Mk. Die Summe ist indessen natürlich nicht in klingender Münze in der Hand des Betreffenden, sondern eventuell in Form eines Hauses für 50000 Mk., für 10000 Mk. Eisenbahnaktien, für 10000 Mk. Aktien einer Spinnerei, für weitere 10 000 eines Bergwerks, außerdem eine Hypothek und Staatsobligationen. So ist das Kapital des Betreffenden in der mannigfaltigsten Weise wirtschaftlich angelegt, volkswirtschaftlich wirksam und für ihn selbst nutzbar. Das Geld, in dem der Gesamtwert ausgedrückt ist, kommt selbst dabei gar nicht in Betracht, sondern nur das dahinter stehende Kapital in mannigfaltigster Form.