nm metalle, welche daher auch allgemein zur Herstellung der Münze, also als das hauptsächlichste Geld benutzt werden. Auch in den entlegensten Gegenden wird das Edelmetall seines Glanzes wegen gerne gesehen und wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit überall zur Anfertigung von Schmuckgegenständen benutzt, so daß dasselbe nicht nur im grauen Altertum, sondern in der Gegenwart bei den primitivsten Völkerschaften geschätzt und gern genommen wird, und wo es bis dahin nicht bekannt war, sich schnell einbürgert. Man kann also sicher sein, überall damit Gegenstände eintauschen zu können. Gerade das Gold besitzt einen sehr hohen Wert und wird deshalb in der neuesten Zeit immer allge- meiner zur Herstellung der Hauptmünze benutzt. Es büßt nichts an seinem Werte ein, auch wenn es in kleine Atome zu Staub zerteilt, oder als Goldschaum in die dünnsten Plättchen ausgehämmert wird. Es 1äßt sich selbst unter den ungünstigsten Verhältnissen J ahrtausende lang aufbewahren, ohne darunter erheblich zu leiden und ohne von Luft und Feuchtigkeit angegriffen zu werden, wie Münzen, die noch aus dem alten Rom stammen, beweisen, da sie noch ihr künstlerisches Gepräge vorzüglich bewahrt haben. Auch Gold und Silbergeräte, die Jahrtausende in der Erde vergraben gelegen haben, vermögen, wie der Hildesheimer Silberfund beweist, mit Leichtigkeit ihren früheren Glanz und ihre Schönheit wieder zu erlangen; sie verloren nicht ihren Wert. Nur eine Eigenschaft geht auch ihnen ab, nämlich, überall als brauch- bares Wertmaß zu dienen, welches erhaben über Raum und Zeit zur Wertvergleichung in verschiedenen Zeiten und Ländern in genauer Weise zu gebrauchen ist, worauf wir noch zurückzukommen haben werden. Wie aus dem oben Gesagten hervorgeht, ist es die Hauptaufgabe der Münze, den Tausch zu vermitteln und damit den Verkehr Zu eT- leichtern. Wir haben es mit einem Taus chwerkzeug zu thun, welches an volkswirtschaftlicher Bedeutung den Maschinen an die Seite zu stellen ist, welche die industrielle Thätigkeit unterstützen, sowie den Schiffen und Lokomotiven, einfachen Wagen etec., welche dem Verkehre dienen. Wie ist aber das Geld den anderen wirtschaftlichen Gütern gegen- über aufzufassen ? Die Merkantilisten im 16. und 17. Jahrhundert legten dem Gelde eine fast unbedingte Kaufkraft bei, Sie faßten es vom privat- wirtschaftlichen Standpunkte auf und meinten, daß durch Ansammlung des Geldes ebenso ein Land wie ein Privatmann sich bereichern könne, und daß es daher die Aufgabe. sei, in das Land künstlich Gold und Silber hineinzuziebhen und als Münze in Umlauf zu setzen. Sie über- sahen den Warencharakter, der auch dem Edelmetalle innewohnt, und die Preisrevolutionen in dem 16. Jahrhundert in Spanien, im 17. im übrigen Europa, lieferten den Beweis, daß das aus Amerika herüber- gezogene Gold und Silber sich mehr und mehr entwertete, und damit die Kaufkraft des Geldes abnahm. David Hume faßte es zu aus- schließlich als Wertmaß auf, dessen Anhäufung den Wohlstand ebenso wenig über ein gewisses Maß hinaus im Lande fördern könne, wie eine starke Vermehrung der Längenmaße und Gewichte. Er verglich das Geld auch mit dem Maschinenöl; wie durch dieses die Maschine einen leichteren Gang erhält, so der volkswirtschaftliche Verkehr durch das Geld als Tauschvermittler, Adam Smith legte dem Gelde zu unbedingt den Warencharakter bei, ohne der Eigentümlichkeit desselben genügend Rechnung zu tragen. Ein Unterschied liegt unbedingt darin, Gegensatz von Geld und Ware