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        <title>Volkswirtschaftspolitik</title>
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werk nicht durchzuführen ist. Man wird deshalb einen Betrieb auch
als fabrikmässig bezeichnen müssen, wo zwar keine Maschinen zur Anwendung
 kommen, wo aber doch die Arbeitsteilung besonders charakteeistisch
 hervortritt, wie z. B. bei der Blumenfabrikation, welche völlig
auf Handarbeit beruht, und wobei nur wenig ergänzende Maschinen
zum Ausstanzen, Beschneiden, Pressen, namentlich Formenpressen zur
Anwendung kommen.
3. Nur dann wird man aber von Fabrikbetrieb sprechen können,
wenn es sich um eine bedeutendere Ausdehnung des Betriebes handelt,
und es erscheint uns als das charakteristischste Moment, dass man bei
einer Fabrik Grossbetrieb voraussetzt, bei dem Handwerk Kleinbetrieb.
 Welche Grösse aber hier als Massstab anzunehmen ist, bei
welcher Zahl beschäftigter Arbeiter das Handwerk aufhört, die Fabrik
veginnt, lässt sich natürlich nicht zahlenmässig abgrenzen. Bei einer
jeden Gewerbsbranche wird hier ein anderer Massstab anzulegen sein,
und nur bei den Extremen wird auf die Grösse das Hauptgewicht gelegt
 werden können, während bei den mittleren Betrieben die anderen
erwähnten Momente zur Entscheidung herangezogen werden müssen,
Die deutsche Gewerbestatistik hat früher die Unterscheidung darin gesehen,
 ob der Betrieb ohne, mit bis 5 oder mehr Gehülfen durchgeführt
wurde, bei der letzten Erhebung, ob in dem Betriebe bis 5 Personen
oder mehr in Thätigkeit sind. Indessen ist dieses unzweifelhaft für
Jie meisten Gewerbe viel zu tief gegriffen. Eine Werkstatt, in der
Maschinen repariert und ab und zu auch hergestellt werden, wird auch
jei 6 bis 10 Gehülfen ein handwerksmässiger Betrieb vorliegen, wie ebenso
eine Schneiderwerkstatt mit der gleichen Zahl. Vielleicht reicht hier
die Zahl von 20 Gehülfen noch nicht aus, um von einer Fabrik
sprechen zu können. Wird aber nur eine bestimmte Kategorie von
Kleidern hergestellt, wo das Zuschneiden mit der Maschine geschieht,
wie ebenso das Nähen unter Zuziehung einer Motorkraft, und jede
Person eine andere Thätigkeit übernimmt, so wird man allerdings schon
bei 15 bis 20 Arbeitskräften das Vorhandensein einer Fabrik annehmen
können, wie ebenso bei einer Buchbinderei, einer Schuhwarenwerkstatt,
 deren Betrieb auf Maschinen basiert ist.
4. Man hat vielfach als Unterscheidungsmerkmal angenommen,
dass der Handwerker in der Hauptsache auf Bestellung für das
konsumierende Publikum arbeitet, der Fabrikant dagegen auf Lager, ohne
erst Bestellungen abzuwarten. Indessen trifft dieses nur für wenige Branchen
zu. Wir erinnern daran, dass auch in früheren Zeiten schon der Handwerker
 auf Vorrat arbeitete und mit seinen Waren den Markt besuchte,
während besonders in England grosse Fabrikanten bis in die Gegenwart
hin gar nicht auf Vorrat Waren herstellen, sondern nur so weit ihnen
Bestellungen zugehen, wie z. B. die Kattundrucker, die nur die Muster
ausführen und in der Ausdehnung als sie Aufträge erhalten haben, wobei
 allerdings Kaufleute die Besteller sind. In Deutschland übernehmen
dagegen die Kattundrucker die kaufmännische Thätigkeit und somit
ihr Risiko weit häufiger selbst und stellen nach Gutdünken so viel
Ware her, wie sie glauben absetzen zu können, Es wird deshalb der
Nachdruck mehr darauf zu legen sein, ob die Bestellungen von den
Konsumenten oder den Kaufleuten yemacht werden, und dieses führt</div>
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