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(1,7 Mk, Steuer), 200 Pfd. Fleisch (10,5 Mk.), bei der eines Handwerkers
 50 Pfd. Weizen, 430 Pfad. Roggen (5,5 Mk.), so gut wie gar
kein Fleisch.
Nach einer anderen Untersuchung ergab sich, daß für die ganze
Familie an Steuern gezahlt wurde:
von einem höheren Beamten 15,5 Mk. Mahlsteuer, 61,2 Mk, Schlachtsteuer
„ anderen Beamten11 » 215
„ Handwerker 15: n 16,8
„  Lohndiener 12 4 34

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Aus diesen Beobachtungen ergibt sich, daß eine ärmere Familie
in Preußen leicht 20—30 Mk. Mahl- und Schlachtsteuer zu zahlen
hatte, während höhere Beamte mit erheblichem Einkommen trotz der
Dienstboten nur etwa das Doppelte zu entrichten hatten, was unzweifelhaft
 der Leistungsfähigkeit direkt zuwider war. Jede solche Steuer
auf die notwendigen Nahrungsmittel wird deshalb große Erbitterung
hervorrufen, weil die Ungerechtigkeit schwer empfunden wird. Aus
den gemachten Angaben erhellt auch die direkte Ueberlastung der
kleinen Leute, iudem ein Lohndiener mit ca. 1000 Mk, Eınkommen
allein in dieser Steuer 2%, von seinem ganzen Einkommen entrichtete,
der Handwerker 3%, während der größte Teil des Einkommens von
dem Existenzminimum absorbiert wurde.
Dazu kommt die Umständlichkeit und Kostspieligkeit
der Erhebung. InlItalien waren 30 bis 40000 Mühlen zu beaufsichtigen,
 in Sachsen hat jeder Bürger, der für eigeue Rechnung schlachten
 will, davon bei Strafe Anzeige zu machen, um die Erhebung und Kontrolle
 zu ermöglichen. Jeder kleine Schlächter muß von der Steuerbehörde
 besonders beaufsichtigt werden. In den kleineren Städten stellte
sich in Preußen heraus, daß bei der Mahl- und S-hlachtsteuer bis zu
40 %, der (4esamteinnahme durch die Unkosten der Erhebung verschlungen
wurden. Anklam hatte z. B. 4200 TIr. Unkosten, um 7014 TlIr. netto
ainzunehmen ; Glatz 4416 TIr. Unkosten, um 5940 TIr. netto zu erlangen.
Besonders nachteilig wirkt die Steuer durch die nicht zu verhindernden
 Defraudationen, zu denen sie Anlaß gibt, und wodurch
sie die allgemeine Demoralisation fördert, Bei der Torsteuer ist
heutigentages, wo eine jede Stadt eine größere Zahl von Zugängen
hat, und keine Mauer das Terrain abschließt, der Schmuggel außerordentlich
 erleichtert und erfahrungsgemäß nicht zu verhindern, zumal
leicht größere Quantitäten unter den Kleidern (Mehlkürasse) unbemerkt
eingebracht werden können. In den preußischen mahl- und schlachtsteuerpflichtigen
 Städten wurden in einem Jahre über 9000 Defraudanten
 abgefaßt, in Neiße kam auf je 16 Einwohner schon 1 festgestellter
 Defraudationsfall. Mädchen von 17—20 Jahren waren (in Bromberg)
 bereits 11—31 mal wegen Defraudation bestraft. Die Camorra
in Neapel reduzierte die Einnahmen aus der Torsteuer im Anfang
der sechziger Jahre fast auf Null, weil sie die steuerfreie Einführung
der Konsumtibilien gegen eine geringe (Gebühr übernahm, und die
Bevölkerung allgemeinen Gebrauch davon machte.
Diese Form der Steuer ist deshalb wegen der Schwierigkeit der
Durchführung prinzipiell zu verwerfen, in der Gegenwart aber überhaupt
 als veraltet zu bezeichnen. Nur wo die verschiedenartigsten
Gegenstände auf demselben Wege besteuert werden und in größeren
Städten dürfte sich die Steuer mit sehr niedrigen Sätzen als durchfx
