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gentierung dadurch ausgesprochen, daß eine weitere Ermäßigung stattfinden
 soll, wenn mehr als 27,4 Mill. Fres. eingenommen wird, Die Zahl
der Brauereien ist verhältnismäßig gering und hat sich von 1869 bis 1895
von 2861 auf 2568 vermindert... Die Biererzeugung ist aber von 1869 bis
1896 von 7,5 Mill. hl auf 8,99 Mill. gestiegen. Die Steuer brachte 1869:
16,8 Mill., 1900: 26,78 Mill, Fres., 1905 dagegen nur 13,4 Mill, Fres:
In den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist die
Fabrikatsteuer in Anwendung. Maßgebend sind die Gesetze von 1862 und
1866. Die Steuer wird allein nach der Quantität des erzeugten Bieres erhoben.
 Sie nimmt auf die Art und Qualität des Bieres keine Rücksicht.
Die Erhebung findet in der Weise statt, daß Steuermarken früher zu
einem Dollar, seit 1898 zu zwei Dollar von der Regierung bezogen werden
müssen, welche über das Spundloch der Barreifässer geklebt werden,
so daß die Anzapfung ohne die Verletzung derselben unmöglich ist.
Ohne eine solche Marke darf kein gefülltes Getäß aus der Brauerei
fortgebracht werden. Bei dem Aufkleben der Marke muß auf derselben
 der Name des Brauers und das Datum verzeichnet werden. Jedes
Gebinde muß außerdem den Namen des Brauers und den Ort der
Fabrik enthalten. Der Brauer hat von seinem Vertriebe Anzeige zu
machen und eine jährliche Lizenzgebühr von 100 oder 50 Dollars zu
entrichten, je nachdem die Produktion. 500 Barrels übersteigt oder
nicht. Die doppelte Monatssteuer muß als Kaution deponiert werden.
Jeder Brauer hat genau Buch zu führen über die jeden Tag erzeugte
und verkaufte Menge Bier, wie ebenso über die bezogenen Materialien.
Bis zum 10. jeden Monats muß eine vollständige Abschrift dieser
Bucheintragungen der Steuerbehörde unter Zusicherung durch einen
Eid, daß die Angaben richtig sind, eingeliefert werden. Der Transport
des Bieres wird genau überwacht, wie ebenso der ganze Betrieb und
vor allen Dingen .die Kellerräume. Jede Nichtbeachtung der gesetzlichen
 Vorschrift ist mit Geldstrafen bis zu 1000 Doll. bedroht,
1889/90 zählte man 2144 Brauereien, welche 26,8 Mill, Barrels Bier,
1894/95: 33,46 Mill. erzeugten, und im ersten Jahre 23,4 Mill, im
Jahre 19083 47,5 Mill. Doll. Steuer zahlten.
Die Art der Durchführung wird begünstigt durch die verhältnismäßig
 geringe Zahl von Brauereien, da die meisten einen gewaltigen
Umfang haben. "Trotz aller Vorsichtsmaßregeln sollen Defraudationen
nicht zu den Seitenheiten gehören.

8 45.
Die Branntweinsteuer,

Grotjahn, Der Alkoholismus. Leipzig 1898.
Jul. Wolf, Eiu Branntweinsteuer. Tübingen 1884.
Hartig, Zur Geschichte und Theorie der Branntweinsteuer. Leipzig 1871.
P. Getz, Das Branntweinmonopol als Besteuerungsform, Jena 1897
(} Linvert. Das Alkoholmenopol. Wien 1904.

Bei den Slaven ist der Branntwein im 9. und 10. Jahrhundert
bereits bekannt gewesen. Unabhängig von ihnen haben die Mauren
in Spanien im 11. Jahrhundert Branntwein hergestellt, von wo das Verfahren
 im 13. Jahrhundert nach Italien, im 16. Jahrhundert nach Deutschjand
 gebracht wurde. Im 17. Jahrhundert produzierte Frankreich
bereits Branntwein im großen für den Export. Der Konsum hat sich
namentlich. während des 30jährigen Krieges allgemeiner eingebürgert,