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mit Dauben: 12%, in Kisten: 10%, des Gewichts abgerechnet werden ;
bei Verpackung in Kanasserkörben So in anderen Körben 7%; in
Ballen 4%. Doch bleibt es sowohl den Importeuren wie den Beamten anheim
 gegeben, Feststellung des Nettogewichtes zu verlangen, wo außergewöhnlıche
 Verhältnisse vorzuliegen scheinen.
Die Zusammenstellung der Waren und ihrer Steuersätze wird der
Zolltarif genannt. In dem merkantilistischen Zeitalter wurde im
allgemeinen jede importierte Ware einem Zoll unterworfen. Der Tarif
von 1818 stellte in Preußen zuerst als das entgegengesetzte Prinzip
auf, daß die treie Einfuhr die Regel sein müßte, die Verzollung nur
die Ausnahme. Das sogenannte englische System führt dieses Prinzip
im Extrem auf freihändlerischer Grundlage durch, indem dabei nur
diejenigen Gegenstände zur Verzollung herangezogen werden, welche
eine wirklich erhebliche Einnahme versprechen. Erfahrungsgemäß sind
dies nur außerordentlich wenige. In England wurden 1838 von 862
zollpflichtigen Artikeln 22,1 Mill. Pfad, St. erzielt.
9 Artikel lieferten 18,6 Mill. Pfad. St. 84,2 Proz.
10 ” »” 1,8 »” » ” 8,2 ”
63 2” ” 1,4 ” »” ” 6,3 ”
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Auf Grund dieser Beobachtung hat man die Zahl der zollpflichtigen
 Artikel fortdauernd vermindert, und bei jeder Reduktion konnte
eine große Zahl der Steuerbeamten entlassen und die Erhebungskosten
entsprechend reduziert . werden, 1815 umfaßte der Zolltarif noch
1500 Nummern, 1847 über 1000 Nummern, 1854 nur 528, jetzt etwa
45, von denen allein Tee, Kaffee, Tabak und Spirituosen fast den
ganzen Zollbetrag aufbringen. Für 1902 war die Bruttoeinnahme aus den
Zöllen auf 32,5 Mill. Pfd. St. veranschlagt, wobei Tabak mit 10,9,
Zucker mit 6,6, Tee mit 5,8, Spirituosen mit 4,8, außerdem Wein
mit 1,4 Mill. Pfd. St. angesetzt sind, zusammen mit 29,5 Mill, das
sind 90,8 %, der ganzen Zolleinnahme.
Von besonderer Bedeutung ist nun die Auswahl der zur Verzollung
herangezogenen Gegenstände und die Höhe ihrer Belastung.
(Siehe Tabelle S. 128.)
Aus den nachstehenden Angaben ist zu ersehen, daß der Zolltarif in
überwiegender Weise die täglichen Gebrauchsartikel der großen Masse
der Bevölkerung belastet. Der Getreidezoll allein hat ın den letzten
Jahren über !/, der ganzen Zollerträge aufgebracht und die Bevölkerung
mit nahezu 2,5 Mk. pro Kopf belastet. Greifen wir die hauptsächlichsten
fünf Artikel heraus, die wie Getreide, Petroleum, Kaffee, Schmalz und
Fleisch hauptsächlich von den unteren Klassen gebraucht werden, so
macht der darauf lastende Zoll 5,2 Mk. pro Kopf der Bevölkerung und
ca. 24 Mk. pro Familie aus. Wenn man dabei erwägt, daB die Arbeiterfamilie
 im Durchschnitte in Deutschland von einem Einkommen von 8 bis
900 Mk. Jeben muß, wovon sicherlich 600 Mk. als Existenzminimum in
Abzug zu bringen sind, so ist das eine Belastung von gegen 10%
des freien Einkommens der Arbeiterklasse, was unbedingt eine Ueberbürdung
 nicht nur bei der Verzollung, sondern in dem ganzen Steuerzysteme
 gegenüber den besser situierten Klassen ausmacht. Dabei ist
garnicht in Rechnung gezogen, daß der Zoll auf Baumwollen- und
Wollenwaren, wie auf Eisen usw., dann auf Heringe und manche andere
Gegenstände, auch auf die unteren Klassen fällt; ferner, daß jene
Zölle zugleich Schutzzölle sind, welche außer dieser Abgabe an den