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Unter Heinrich V. im Jahre 1413 betrugen die Einnahmen aus
Jen Domänen nur 20889 Pfd. St., unter Carl II. 105000 Pfd.; die
Zölle beliefen sich unter des Ersteren Regierung auf 40688 Pfd., unter
des Letzteren auf 400000 Pfd.
In der Mitte des 17. Jahrhunderts unter Cromwell waren die
gesamten Ausgaben auf 2201540 Pfd. gestiegen. Davon wurden
1323140 Pfd. für die Armee, 453486 Pfd. für die Flotte, 105650 Pfd.
für den Haushalt des Protektors, 60000 Pfd. für geheime Fonds
verwandt. Die Justiz zum großen Teile auch die Verwaltung erhielt
sich ganz durch Sporteln und Gebühren. Sonst wurden nur besondere
zrößere Ausgaben für Bauten usw. gemacht, die aus Steuern zu
decken waren.
Um jenen regelmäßigen und den außerordentlichen Kriegsbedarf
zu decken, wurden zur Zeit der Republik eine allgemeine Akzise und
darauf die Monatsschatzung, eine Art Vermögenssteuer aufgelegt,
welche 4*/, Millionen Pfund einbrachten.
Unter Wilhelm III. wurde vor allem die Landtax, eine Grundsteuer
 aufgelegt und der Versuch mit einer Personalsteuer gemacht, die
sich nur wenig von einer Kopfsteuer unterschied; daneben fand eine
Ergänzung durch Hagestolzen-, Geburts-, Heirats- und Begräbnissteuern
statt. Die Akzise wurde ausgedehnt, Stempelsteuern, Lizenz- und Aufwandsabgaben,
 besonders Luxussteuern hinzugezogen, sodaß die Steuerkraft
 des Volkes von allen Seiten angegriffen wurde. Sowohl Ertragswie
 hohe Personalsteuern fanden, wenn auch nur für kurze Zeit, Eingang.
 Das Steuergewicht blieb aber nach wie vor auf den indirekten
Abgaben ruhen.
Erst am Schlusse des 18. Jahrhunderts wendete man sich wieder
mehr den direkten Steuern und zwar in der Form der Einkommensteuer
 zu, welche zeitweise sehr hohe Erträge brachte. Sobald aber
der Krieg 1815 beendigt war, wurde sie wieder über Bord geworfen,
and die indirekten und Ergänzungssteuern traten mehr und mehr in
den Vordergrund, bis Anfang der vierziger Jahre die Einkommensteuer
wieder hervorgesucht und dauernd beibehalten wurde. Als Ergänzung
dazu ist die Erbschaftssteuer herangezogen, welche bis auf die neueste
Zeit erweitert und progressiv ausgebaut wurde. Der Hauptteil der
Einnahmen wird aber noch heute aus den indirekten und Ergänzungssteuern
 bezogen.

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Die Gebühren und Ergänzungssteuer.
Was die einzelnen Einnahmequellen betrifft, so fielen, wie ausseführt,
 die Domänen schon früh fast ganz fort. Schon unter
Elisabeth war der Ertrag derselben nur noch 32000 Pfd. und sank bis
1707 auf weniger als 3000 Pfd. Auch jetzt sind Güter und Forsten
des Staates in ihrem Umfang nicht unbedeutend, aber der Ertrag ist
sehr gering, 1847: 415000 Pfund. Post und Telegraph sind es vom
Staatsbesitz und Staatsbetrieb allein, die mit netto vier Millionen Pfd.
zinen erheblichen Ueberschuß an die Staatskasse ablıefern,
Eine besondere Bedeutung haben in England stets die Gebühren
 gehabt. In alter Zeit mißbrauchte der König seine Stellung
als oberster Gerichtsherr vielfach, um sich zu bereichern, besonders
Jurch Verhängung hoher Geldstrafen, dann durch Verteuerung des