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daß schon Heinrich III. 6000 Pfd. an Zöllen bezog, die nicht allein
auf die alten Zölle zurückzuführen sind. Nach mancherlei Schwankungen
waren die Einnahmen 1330 auf 8000 Pfd. gestiegen.
Da der Zoll sich nach dem Wert richtete und pro Pfd. St. erhoben
 wurde, nannte man ihn Pfundgeld. Der Wert wurde lange Zeit
nach der Faktura oder nach der ejdlichen Angabe der Importeure angesetzt.
 1545 stellte man dagegen eine Preisliste auf, die für die Wertbestimmung
 maßgebend war. Von Zeit zu Zeit (z. B. 1660) erfolgte
eine Revision derselben. Die Erhebung geschah bald durch staatliche
Behörden selbst, bald durch Pächter.
Anfang des 15. Jahrhunderts waren die Zolleinnahmen schon auf
über 40000 Pfd. gesteigert, gingen dann aber zurück, um gegen Ende
des 16. Jahrhunderts sich auf 50000 Pfd, zu heben. In den ersten Jahren
des 17. Jahrhunderts trugen sie 127000 Pfd., 1623 190000 Pfd. ein.
Unter dem Protektorat war der Ertrag auf 650000 Pifd. gesteigert.
Seit dieser Zeit tritt neben dem finanziellen auch der schutzzöllnerische
Charakter der Zölle sehr stark hervor. 1652 wurde der Anbau des
Tabaks verboten, um ihn finanziell besser beherrschen und ausbeuten
zu können (1782 auf Schottland, 1832 auf Irland ausgedehnt), der Zoll
auf Tabak wurde dann fortdauernd geschraubt.
Das Pfundgeld stieg allmählich auf etwa 21°%,, wozu für Fremde
noch besondere Zuschläge und Nebenabgaben für besondere Zwecke
kamen. Zugleich gab es eine Menge Ausnahmen, die häufig verändert
wurden, .so daß die Bestimmungen, die aus einer Anzahl verschiedener
Gesetze herrührten, ungemein kompliziert und für das Publikum ganz
ankontrollierbar waren. (Unter Wilhelm III. war die Zolleinnahme etwa
ı Mill. Pfd., 1712 1315000 Pfd.) Erst 1787 faßte Pitt sie alle in
ain neues Gesetz zusammen und stellte einen neuen Tarif auf, der
1200 Art. der Einfuhr und 50 Art. der Ausfuhr mit Zöllen belegte;
300 Art. zahlten die Zölle nach dem Werte, die übrigen hatten spezifische
Zölle zu tragen. Unter der Menge von verzollten Artikeln waren 1040,
die zusammen keine 100000 Pfd. einbrachten, nur 160 trugen mehr
als 1000 Pfd. ein. Eine Anzahl Einfuhrverbote wurden aber beseitigt.
Der ganze Ertrag, der bis dahin 21 verschiedenen Fonds zugeflossen
war, wurde jetzt allein der Staatskasse zugeführt. Die Kriege mit
Frankreich forderten die  schärfste Anspannung der Steuerkraft und
führten zu fortdauernden Aenderungen der Zollsätze infolge der
Versuche, mehr herauszuschlagen. Aber auch nach Beendigung der
Kriege fand keine Ermäßigung, sondern noch eine Steigerung, besonders
 der Getreidezölle statt, nachdem die Einkommenstener 1815
gefallen war.
Erst 1822 unter Canning begann die Reformperiode, die auf
eine Vereinfachung des Zollsystems, Verminderung der verzollten Artikel
und Ermäßigung der Sätze ausging. Man setzte vor allem die Salzund
 Getreidezölle herunter, aber im übrigen blieben zunächst die Ermäßigungen
 aus, die bald nach ihrer Einführung sogar wieder KErhöhungen
 Platz machen mußten.
Noch 1782. war der Nettoertrag nur 2861000 Pfd. Seit jener
Zeit erfuhr er eine rapide Steigerung auf 7498000 Pfd. im Jahre 1800
and 12641000 Pfd. im Jahre 1815, nach einigen Schwankungen stand
er 1840. auf 22055000 Pfd., auf welcher Höhe er sich bis in die
sechziger Jahre hielt.
Eine durchgreifende Wandlung brachte erst Robert Peel zu-