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wege, der 1841 das Ministerium übernahm. Vor allem räumte er mit
dem Rest der Einfuhrverbote, besonders von Vieh und Fischen auf
und setzte mäßige Zölle an die Stelle. Für Halb- und Ganzfabrikate
ermäßigte er die Zölle auf 10—20°%, des Wertes, nur für Seidenwaren
 bleiben sie bis auf 20—40 % bestehen.
Als Peel 1845 die Wiedereinführung der Einkommensteuer plante,
machte er der großen Masse der Konsumenten und der Industrie neue
und erhebliche Konzessionen, 430 Art. wurden von dem Tarif überhaupt
 gestrichen, die Sätze für Nahrungsmittel und Rohmaterialien erheblich
 ermäßigt. Die schon 1842 herabgesetzten Skalasätze des Getreidezolls
wurden 1846 erheblich gemindert und ihre Beseitigung nach drei Jahren
und die Ansetzung von 1 Sh. pro Quarter nach hartem Kampf durchgesetzt.
 Seitdem erst brach die freihändlerische Tendenz mit vollem
Erfolg durch. Durch Gladstone wurden abermals im Jahre 1853 123
Artikel ganz befreit, 146 Artikel ermäßigt, Prinzipiell suchte man nicht
nur Rohmaterialien, sondern auch Halbfabrikate frei zu lassen. Fabrikate
sollten nicht über 10 °%, zahlen, wobei viele Wertzölle durch spezifische
Zölle ersetzt wurden. Das Jahr 1860 brachte durch den französischen
Handelsvertrag die bedeutendste Reform. Der Tarıf wurde auf 142
Artikel reduziert, wodurch 458 Steuerbeamte entlassen werden konnten.
Die Schutzzölle wurden damit fast ganz beseitigt. Der Getreidezoll,
der 1840 bei der gleitenden Skala allein über 1 Mill. Pfad. eingebracht
hatte, wurde 1864 auf 3 d. pro Quarter herabgesetzt und 1869 ganz
beseitigt.
Während von 1815—40 die Erhebungskosten über 10°%, der Einnahmen
 verschlangen, waren sie in den sechziger Jahren schon auf
4%, heruntergegangen. Damit war das sogenannte „englische“ Tarifsystem
 durchgeführt, das in der Beschränkung der Zölle auf wenige
Artikel besteht, welche eine hohe Belastung vertragen, und die dann
auch eine besonders starke Ausbeutung für die Staatskasse erfahren,
Bei den hohen Löhnen, der Billigkeit der gewöhnlichen Nahrungsmittel
 ist in England der Konsum von Kolonialwaren und anderen importierten
 Gegenständen größer als in anderen Ländern, kann daher
auch durch Verzollung mehr einbringen, als sonst irgendwo, zumal der
Schmuggel in engeren Grenzen gehalten werden kann. Die folgenden
Zahlen ergeben das Resultat in den letzten Dezennien:

Zölle in 1000 Pfa. St,
Rosinen
Zucker u. getr. Tee Kaffee Spirituos. Wein Tabak
Früchte

1870 5,396 1643 347 4,191 1,476 6,608
1880 — 2.698 205 4,682 1,391 8,964
1890 — 535 4,490 173 4,681 1,302 9,061
1897 — 401 3,799 172 4,318 1,296 11,018
1902 6,615 380 5,803 221 4,816 1,453 10,963
1904/5 6106 442 8972 179 3822 1185 13185

Sa. der
Artik.
20,661
18.540
20.242
21.004
29,851
33185

Gesamtzoll-Proz.
 sinnahme

96,1
96,7
97,9
98,7
91,9
929

21,449
19,168
20,455
22,266
32/543
235 720

8 86.
Die Akzise und Luxussteuer.
Auch in England ist die Einrichtung der Akzise uralt. Schon
unter Johann und Heinrich III. ist eine Abgabe von Brot, gemäß
dem Preise des Getreides, und zwar um ihn auszugleichen, nachweisbar.
1549 wurde, wenn auch nur ganz vorübergehend, eine inländische Steuer