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aber auch nach dem Vorbilde Englands in eine Fabrikatsteuer verwandelt
 wurde. 1858 wurde für die drei Reiche der gleiche Satz von
3 Sh. pro Gallone angesetzt.
Die Biersteuer wurde als Akzise Mitte des 17. Jahrhunderts
eingeführt und brachte sogleich sehr bedeutende Summen, da Bier damals
 von der ganzen Bevölkerung als gewöhnliches Nahrungsmittel
konsumiert wurde; 1659: 376456 Pfd. St. in England und Schottland.
fs wurden geringe Sorten im Preise von weniger als 6 Sh. pro Barrel
mit 6 d., die besseren Qualitäten mit 2 Sh. 6 d. besteuert. Bis 1710
war der Satz schon bis auf 1 Sh. 4 d. bezw. 5 Sh. gesteigert, 1761:
4Sh. 9 d. und 8 Sh, Dazu traten 1803 noch 4 Sh. 5%, d. vom Bushel
Malz (35,10 Sh. pro Quarter) und 2!/, d. vom Hopfen (erst 1862 aufgehoben).
 Nach manchen Schwankungen wurde 1830 die Bierakzise,
die 3'/, Mill. Pfd. St. gebracht hatte, aufgehoben, dagegen brachte die
Malzsteuer infolge der Verbilligung und Erweiterung des Bierkonsums
wachsende Beträge. Die Malzsteuer lieferte 1760: 966000 Pfd, St.,
1780: 1645000 Pfd. St., 1803: 5172000 Pfd. St., 1830: 3491000
Pfd. St., im Durchschnitt von 1856—62: 5373000 Pfd. St. in England
allein. Die 1880 eingeführte Würzesteuer erzielte 1880: 6,7, 1890:
9,4, 1898: 12,3, 1904: 12,6 Mill. Pfd. St. Die Hopfensteuer ist außerordentlich
 schwankend in ihren Erträgen gewesen, da diese von der inländischen
 Ernte abhingen. 1859 betrug sie 97000 Pfd, St., 1860:
588658 Pfd. St. Bedeutend war sie indessen nie.
Die Salzsteuer ist in England auch in der Reformperiode, die
Janning inaugurierte, 1825 beseitigt, obwohl sie 1823: 1459000 Pfd. St.
zu bringen vermochte,
Die Seifenakzise hat von 1711—1853 bestanden und ergab
zuletzt etwas über 1 Mill. Pfd. St. Das Glas war von 1695—1699,
dann von 1745—1845 besteuert und lieferte 1840: 724000 Pfd. St.,
1845: 563000 Pfd. St.
Leder wurde von 1697—1830 der Akzise unterworfen, und man
bezog daraus bis 400000 Pfd. St. '
Das Papier war von 1697—1861 akzisepflichtig und ergab 1860
1%/, Mill. Ptd. St. Es wären noch eine Menge anderer Artikel bier zu
aennNenN.
Es ergibt sich, daß bis in die neueste Zeit eine große Menge
Gegenstände des täglichen Gebrauchs durch eine inländische Steuer
betroffen wurden, Im ganzen lieferte die Accise 1701: 986000, 1720:
2526000, 1750: 3549000, 1780: 5749000, 1800: 14342000, 1815:
29.080000, 1850: 15968000, 1866: 20646000, 1883: 26982 000,
1897: 27435000, 1899: 29200000 1904—5 30698 164, Pfd. St.
Die sehr große Zahl der Lizenzabgaben, die eine Art Gewerbesteuer
 bilden und sich aus der älteren Zeit bis in die Gegenwart
arhalten haben, sind einfacher Natur und bedürfen keiner besonderen
Erörterung. Sie sind seit 1889 hauptsächlich den Gemeinden überwiesen.

Bei dem fortdauernden Steigen der gewöhnlichen indirekten Abgaben,
 welche die wohlhabendere Bevölkerung zu wenig betrafen, sah
man sich in der Mitte des vorigen Jahrhunderts veranlaßt, den Verzuch
 mit einer Anzahl Luxussteuern zu machen. Dazu gehören
die Kutschen- (2 und 4 Pfd. St.), Pferde-, Hunde-, Dienstbotensteuern
 (für jeden Diener über 18 Jahre 1 Pfd. St. 1 Sh., 1853 beseitigt),
 Haarpuder-, Hüte-, Handschuhe-, Uhrsteuern. Sie haben