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Eine Transportsteuer war ursprünglich auf die Plätze der
regelmäßig verkehrenden Privatposten gelegt, außerdem kannte man
gine Gebühr auf Fiacres usw. Diese Steuer wurde dann auch auf
Personendampfer und Eisenbahnen ausgedehnt und betrug ursprünglich
10% des Personentarifs; nach mannigfachen Veränderungen durch
Gesetz von 1871 gegen 19%, vom Personenverkehr durch Gesetz von
1874 noch 5%, vom Frachtverkehr. 1878 aber wurde sie wieder aufgehoben.
 Der Ertrag der ganzen Transportsteuer betrug 1829: 27,5 Mill.,
1875: 104,4 Mill., 1883: 88,9 Mill., 1899 der Eisenbahnsteuer allein
60,6 Mill. Fres.
Sehr erheblich sind die Zölle gestiegen, die 1869: 80,9 Mill. eintrugen,
 ‘1875: 143,9, 1883: 243,2, 1899: 441,5, 1902: 452,5, 1905:
447,1 Mill. Fres, In den letzten Zahlen spielt nun der Getreidezoll
bekanntlich eine Rolle.
Frankreich hat einige Monopole teils aus früherer Zeit mit
herübergenommen, teils neu eingeführt. Besondere Bedeutung hat das
Tabakmonopol, welches schon 1674 von Colbert eingeführt ist,
und zwar als Fabrikationsmonopol, welches für einige 100000 Livres
verpachtet wurde. 1730 brachte es 8 Mill., 1790, wo es aufgehoben
wurde, 30 Mill. Im Jahre 1810 führte Napoleon es wieder ein, und
seitdem ist es bestehen geblieben. Die Einnahmen und Ausgaben entwickelten
 sich, wie folgt:

1815
1821
1841
1851
1869
1877
1885
1896
1905

Kinnahmen
578 Mil.

3099
436.0 1).

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Nettoertrag
4 Mill. Fres.
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Auch das Schießpulvermonopol stammt aus alter Zeit, von
1794. Die Erträge sind von v. Kaufmann für 1879 auf 14,2 Mill.
Einnahmen, 4,6 Mill. Ausgaben, also auf 9,7 Mill. Nettoertrag geschätzt;
 1896 betrugen die Einnahmen 11,5, 1905: 14,7 Mill.
Das Streichholzmonopol wurde 1872 akzeptiert, nachdem
ein Jahr vorher die Besteuerung der Streichhölzer beschlossen war,
durch die nicht so viel zu erreichen gewesen war, als man erhofft
hatte. Man entschloß sich, dasselbe sofort an ein Konsortium zu verpachten
 und erlangte 1875 eine Jahreseinnahme von 16 Mill. Fres.
Indessen mußten gegen 30 Mill. Fres. aufgewendet werden, um die
schon bestehenden Unternehmungen zu entschädigen. 1896 wurden
28,7, 1905: 34,5 Mill. Fres.!) eingenommen.

8 90.

Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben und der
Staatsschulden.
Aus den Zahlen ergibt sich, daß die Einnahmen in Frankreich
von 29 Fres. pro Kopf auf 92 Fres. gestiegen sind. Doch sind darunter
(S. Tabelle S. 2138,)
1) Annuaire statistiaue de la France. Paris 1905, S. 292.