A GEHST KEN UL TDECIBUSUTE MOSE NE TEN Tree aa
Enge Age EEE PETER ERNEUTE SEE Tanga

230 —

herige Betrag sollte vorweg weiter an die Kriegs- und Domänenkasse
abgeführt werden. Von den Ueberschüssen erhielten die 5 Chefs jeder
12000 Tlr. Gehalt. Der Ueberschuß floß in die Königl. Dispositionskasse,
 Die Auflagen auf Getreide, Malz und Schrot wurden allerdings
beseitigt, dafür wurden aber Wein, Bier, Kaffee bei der Akzise wie
durch Zoll erheblich belastet, ferner eine Anzahl Fabrikartikel durch
einen hohen Schutzzoll. Es kamen hierzu Zettel-, Plombage- und Umschüttegelder,
 welche den Verkehr belästigten, aber allein 350000 Tir.
als Nebeneinnahmen einbrachte. Die Erhöhung des KErtrages der
Steuern, die Riedel in 21 Jahren auf höchstens 16 Mill. Tlr. veranschlagt,
 stand in keinem Verhältnis zu dem Erhebungsaufwand und
der Gehässigkeit der Durchführung. Auch die Post wurde unter
gleichen Bedingungen einem französischen Unternehmer überlassen, ihm
aber schon nach kurzer Zeit wegen vorgekommener Betrügereien der
anteren Beamten wieder abgenommen.
Die größte Erbitterung rief die Kinführung der Kaffeebrennerei
(1781) durch die Franzosen hervor, welche ebenso wie der Vertrieb
des gebrannten Kaffees im Lande monopolisiert und der Generalakziseund
 Zolladministration übertragen wurde. Der Preis pro Pfund wurde
zunächst auf 1 Tir. festgesetzt, dann aber, weil sich dauach der
Kousum außerordentlich verminderte, auf %,, dann auf !/, TIr. ermäßigt;
 dafür wurde aber die Konsumtionsabgabe auf Zucker um
2 Pf. pro Pfund erhöht. Der Ertrag des neuen Monopols erhob sich
aber nicht über 96000 Tir.
Die Münze wurde auch nach dem siebenjährigen Kriege finanziell,
 namentlich durch zu ausgedehnte Ausgabe von Scheidemünze ausgenutzt
 und brachte ca. 100000 TIr. UeberschußB.
Jene neuen Einkünfte flossen, wie erwähnt, nicht in die alten
Kassen, sondern in den Dispositionsfonds des Königs. Außerdem
 reservierte dieser sich aus den Staatskassen bedeutende Summen zu
seiner freien Verfügung, indem Zahlungen, deren Grund fortgefallen
war, wie Pensionen durch den Tod des Berechtigten, weiter an die
Königl. Kasse gezahlt werden mußten. Ebendahin gingen die Ueberschüsse
 der Provinzialkassen, der Forsten, die Einnahmen aus Fabriken
and eine 1769 eingeführte Mahlsteuer auf Weizen, die 200000 TIr.
einbrachte. Die Kasse erlangte damit eine Einnahme von gegen 6 Mill.
Tlr. Die Verwendung dieser Summen geschah vom Könige ganz nach
Gutdünken und ohne Kontrolle.
Besonders benutzte Friedrich einen großen Dispositionsfonds, um
einen Staatsschatz anzusammeln, der schon wenig Jahre nach Beendigung
des siebenjährigen Krieges auf 18 Mill. Tlr. gebracht war. Seinem
Nachfolger hinterließ er 55 Mill. Tlr. Daneben freilich lastete auf
dem Staate noch eine Schuld von 12'% TIr., die davon in Abzug
gebracht werden. muß.
Die General- Domänenkasse hatte 1786/87 eine Einnahme von
5245697 Tlr., davon gingen an die Hofstaatskasse: 305197 TIlr. und
an Apanagen 102418 Tir., außerdem zur Dispositionskasse des Königs
198530 Tir. ab. Im ganzen waren in den letzten drei Jahren durchschnittlich
 für Hof- und Zivilzwecke 3,9 Mill. TlIr. ausgegeben. Die
Kriegskasse machte gegen Ende der Regierung des großen Königs,
wo ein Heer von 200000 Mann gehalten wurde, natürlich weit höhere
Ansprüche als bei Beginn derselben, nämlich 12 Mill. Tlr.