am Der Name der Banken rührt von den Tischen her, auf welchen die Geldwechsler in Italien ihre Geldschüsseln aufgestellt hatten. Schon im Altertum ist eine Banktätigkeit nachweisbar; besonders für Babylon, Griechenland und Rom, und zwar in der Form des Geldwechselgeschäftes, dann der Aufnahme von Geldern zur Aufbewahrung und Uebernahme von Darleihgeschäften. Mit der Völkerwanderung ging indessen diese Tätigkeit verloren und kam erst gegen Ende des Mittelalters allmählich wieder zur Ausbildung. Ihre Vertreter waren zunächst Geldwechsler, welche die verschiedenen Münzsorten und die Münzen der verschiedenen Länder vorrätig hielten, sie auf ihren Wert prüften und für den Verkehr zur Verfügung stellten. Jedes Land und Ländchen in Deutschland, ja vielfach jede größere Stadt besaß eigene Münze, die nur innerhalb ihres Territoriums Umlaufsfähigkeit hatte und so viel wie möglich innerhalb desselben zurückgehalten, wie jede andere von demselben ferngehalten wurde. So bedurfte man solcher Vermittlungsinstanz, um dem Kaufmann, dem Reisenden, wie dem Fürsten und sonstigen großen Herren die Münze zur Verfügung zu stellen, die sie für ihre Zahlungen im Auslande brauchten, und um etwa mitgebrachte ausländische Münzen in die heimische zu übertragen. Hiermit verbanden die Wechsler auch häufig und allmählich in immer ausgedehnterem Maße die Tätigkeit des Geldausleihens. Ursprünglich im Mittelalter waren die berufsmäßigen Geldverleiher hauptsächlich Juden, dann übernahmen die Italiener dasselbe Geschäft, besonders im großen Verkehre, nicht nur in ihrer eigenen Heimat, sondern allmählich auch in dem übrigen Europa. Anfangs stammten sie hauptsächlich aus der Lombardei, dann aus Toscana, Die vielen italienischen technischen Ausdrücke im Bankverkehr sind darauf zurückzuführen, wie auch der Name Lombardstreet in der City von London, welche noch heutigen Tages der Hauptsitz der großen Bankinstitute Englands ist. In Genua wurden die Geldwechsler schon im 12. Jahrhundert Bancherii genannt, und im 13. und 14. Jahrhundert sind die Italiener bereits in vielen Hauptorten Europas als Vertreter der Banktätigkeit ansässig. In den folgenden Jahrhunderten finden sich die Campsores öfters zu besonderen Zünften neben den Kaufleuten, den Mercatores, vereinigt als eine Hauptstütze des Handels. Je mehr der Verkehr zunahm und sich an einzelnen Punkten konzentrierte, wie vor allem an den Plätzen der Waren- und Wechselmessen, um so mehr stellte sich das Bedürfnis heraus, durch Bildung großer Bankinstitute dem Geschäfte eine größere Sicherheit zu geben und sich der Ueberlegenheit einzelner Geldmänner zu entziehen; dies wurde erreicht durch Errichtung von genossenschaftlichen, staatlichen oder städtischen Banken. Unter ihnen ist, wenn auch nicht die erste, so die berühmteste der älteren, die Casa di San Giorgio, die in Genua 1407 als Girobank gegründet wurde. Eine weitere und nachhaltigere Nachbildung derselben trat indessen erst Ende des 16., dann im Laufe des 17. Jahrhunderts auf, nachdem durch Ueberspekulation und unrationelles Verfahren eine größere Zahl bedeutender Bankiers Bankerott gemacht und viele Geschäftsleute und sonstige vermögende Männer mit in das Verderben gezogen hatte. Der erste hier in Betracht kommende Versuch ging in den achtziger Jahren des 16. Jahrhunderts von dem venetianischen Staate aus, die Errichtung der Staatsgirobank, Banco di Rialto im Jahre 1587. Die Veranlassung soll ge-Altertum und Mittelalter. Wechsler. Bankgründungen.