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xinem Kundenkreis erweist sich als ein wirtschaftliches Gut, welches
Kapitalswert erlangt hatır ; 8
Die Güter sind aber in zwei Kategorien zu scheiden; a) die freien, Freies Gut.
b) die wirtschaftlichen Güter, Allgemein als brauchbaranerkännte
and verwendete Gegenstände, die im Ueberflusse vorhanden und einem
Jeden obne Mühe zugänglich sind, beanspruchen keine besondere mensch-
liche Fürsorge und werden damit nicht Gegenstand wirtschaftlicher
Aufmerksamkeit. Sie haben daher nicht den Charakter wirtschaftlicher
Güter, und man nennt sie deshalb freie Güter. Solch ein freies Gut
ist die uns umgebende Atmosphäre, die im höchsten Maße brauchbar,
ja für uns unentbehrlich ist, die uns aber beständig umgibt und keine
wirtschaftliche Fürsorge in Anspruch nimmt. Das Wasser einer Quelle,
die mehr spendet, als die Umwohner gebrauchen, wird als freies Gut
zu bezeichnen sein, wenn Jeder beliebig davon Gebrauch machen kann.
Wenn aber die Quelle von dem Grundbesitzer unter Verschluß gelegt,
in Röhren gefaßt und nach der Stadt geleitet wird, so wird
das Wasser zu einem wirtschaftlichen Gute. Die Benutzung ist
nicht Jedem gestattet, es ist Arbpit darauf verwendet. Die Quelle hat
damit eine andere wirtschaftliche edeutung erlangt. Solange der Grund
and Boden in einem Lande nicht völlig okkupiert ist, sondern noch
ausgedehnte, fruchtbare Flächen unbenutzt daliegen, sind dieselben
Freies Gut. Sobald die Bevölkerung zugenommen hat, der Staat oder
Private die Hand darauf gelegt und sie der beliebigen Okkupation ent-
zogen haben, erhalten sie den Charakter eines wirtschaftlichen Gutes.
Solange Steine in Ueberfülle auf dem Lande zu finden sind, und Jeder
sie sich zum Bau, zur Pflasterung usw. unbehindert auflesen kann, sind
sie freie Güter. Sobald dagegen die Grundbesitzer sie allein für sich
in Anspruch nehmen, oder wenn sie bereits auf Haufen zusammen ge-
tragen oder gar in die Nähe der Städte gefahren sind, sind sie wirt-
schaftliche Güter, Und je mehr die Kultur fortschreitet, je enger sich
die Bevölkerung zusammendrängt, um SO “mehr Güter werden aus
„freien“ „wirtschaftliche“. Dabei sind, wie ausgeführt, jene drei Mo-
mente bestimmend:-die Beschrän thai den orale, die Äusschlicbun®
der_freien Verfügung über das in, wie sie mit unseren Besitzverhälf-
nissen verbunden zu sein pflegt, schließlich die Aufwendung von Ar-
beit darauf, ı
8 6.
b) Der Wert.
Karl Marx, Das Kapital. Buch I: Der Produktionsprozeß des Kapitals. 2. Aufl,
Hamburg 1872.
Lindwurm, Der Wert, Hildebranäs Jahrbücher IV. 1865,
vv. Böhm-Bawerk, Grundzüge der Theorie des wirtschaftlichen Güterwerts.
Bd. VIII, N. F. der Jahrb. f. Nationalökonomie, 1886.
Menger, Grundsätze der Volkswirtschaftslehre, Wien 1871.
W. vo. Hermann, Staatswirtschaftl. Untersuchungen. 2. Aufl, München 1874,
v. Wieser, Der natürliche Wert. Wien 1889.
Fe Die Bedeutung der Lehre vom Grenznutzen, Jahrb. f. Nat. 1891,
Lexis, Art. Grenznutzen im Supplementband I d. H.-W.-B.
Brentano, Die Entwicklung der Wertlehre. München 1907. ,
Kaulla, Die historische Entwicklung der modernen Werttheorien, Tübingen 1906.
Die Bedeutung eines Gutes für menschliche Zwecke ist sein
W ert""der aber nur Qürch Vergleichung“ mit_anderen Gütern zum __

Wert.