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Ausdruck gelangen kann. Wenn der Mensch sich nicht nur damit
begnügt, die Nützlichkeit des betreffenden Gegenstandes für Seine
Zwecke anzuerkennen, sondern dazu übergeht, zu untersuchen, wie gr0ß
der Nutzen ist, den er davon haben kann, also den Grad der Brauch:
arkeit festzustellen, so unternimmt er es, das Gut nach seinem Werte
zu schätzen... Das Ergebnis der Schätzung kann aber erst zum Aus-
ädruck gebracht werden, wenn zugleich eine _Vergleichung mit anderen
Gegenständen durchgeführt wird, die als Maßstab dienen. Wenn.der
Mensch bei einer Getreideart entdeckt, daß sie zur Nahrung yerwend-
bar ist, So "erkennt. er. .sie. als.Qauf„an; baut er das Getreide an, so ist
das Gewonnene ‚ein. wirkschaftliches.Ga. geht. er dazu. über, zu unter-
suchen, welche Quantität des Getreides genügt, den Tages-.oder Jahres-
bedarf zu decken, so wird er.zur Erkenntnis der Bedeutung des Gutes
für seine. wirtschaftlichen. Verhältnisse gelangen, das ist, ihm.--Weest
beilegen. .. Zum Ausdruck aber kann er das Ergebnis seiner Schätzung
nur bringen, wenn er feststellt, wie viel andere Nahrungsmittel ein
bestimmtes Quantum Getreide zu ersetzen vermag, also durch die Ver-
gleichung der wirtschaftlichen Bedeutung mit jenen. So wird der Wert
eines Zentners Weizen gleich ev. fünf Viertel Zentner Roggen, andert-
halb Zentner Hafer oder 10 M. in Gold festgestellt. In der gleichen
Weise vermag man wohl zu sagen, es ist in dem Zimmer heiß oder
kalt; wie groß die Wärme ist, vermag man nur festzustellen nach der
Einwirkung auf die Quecksilbersäule. Man kann ein Haus, einen Berg
wohl hoch oder niedrig nennen, die Höhe selbst ist nur durch Ver-
gleichung mit einem Meterstabe oder dem menschlichen Fuß u. dgl. zu
bestimmen. Man wird die Migentümlichkeit der Wertschätzung. daher
nur richtig erkennen,. wenn. man. sich. stets vergegenwärtigt. daß die
nee St.

Der Wert ist mithin keine absolute Eigenschaft der Dinge, sondern
wird denselben‘ erst durch. die Schätzung beigelegt; gerade so wie die
grüne Farbe nicht eine der Tapete inhärente Eigenschaft ist, sondern
nur den Eindruck bezeichnet, den die Oberfläche des Gegenstandes
unter dem Hinzutritt des Lichtes auf die Netzhaut hervorbringt; und
dieser Kindruck ist bekanntlich auf die verschiedenen Menschen sehr
ungleich. Es ist nur nötig, an die Farbenblindheit zu erinnern. Erst
ädurch die Schätzung des Menschen wird dem Gegenstande der Wert
beigelegt, und je nach der individuellen Eigentümlichkeit des Menschen,
je nach den Verhältnissen, in denen er sich befindet, wird sein Urteil
über den Wert desselben Gegenstandes ein außerordentlich ungleiches
sein. Wir haben daher die Motive näher zu untersuchen, welche das
Urteil des Menschen bei der Wertschätzung beeinflussen. Zuvor in-
dessen wollen wir näher betrachten, welche Arten des Wertes auf-
gestellt werden können, resp. aufgestellt sind, da die Eigentümlichkeit
des Wertbegriffes dadurch stärker hervortreten wird.

‚Gebrauchs tnd Schon Aristoteles, dann Adam Smith haben den Wert in
nichwer‘. Gebrauchs- und Tauschwert.(value in use, value in exchange)
eingeteilt, Als. Gebrauchswert ist die Tauglichkeit eines Gegenstandes

zur Verwendung für den menschlichen Gebrauch bezeichnet, oder auch:

„in der eigenen Wirtschaft ihres Besitzers verwendet zu werden“
(Böhm-Bawerk), während der Tauschwert die Bedeutung eines
Gegenstandes-im Verkehre zum Austausch. änderer Gegenstände zum

Ausdruck bringen..soll, _ Indessen schafft wohl die Bestimmung oder

die Art der Verwendung eines Gegenstandes nicht eine eigene Wert-