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{rbeitsteilung
im großen
unter Be-

ıntzung von
Maschinen.

Standardisie-
rung.

kation usw. beobachten, wo von einer Anzahl Arbeitern, Arbeiterinnen
und Kindern jede Person einen Teil der Arbeit auf sich nimmt, die eine
z. B. das Holz in kleine, gleichmäßige Stücke zersägt, die von einer
anderen sofort an der Drechselbank in Kegel, Puppen usw. verwandelt
werden, während eine Anzahl Kinder, von denen jedes ein oder zwei
Farbentöpfe vor sich hat, derart beschäftigt wird, daß das eine mit
ein paar Strichen mit seiner Farbe den Rock der Puppe bemalt, sie
dem Nachbar zuschiebt, der mit anderer Farbe die Beinkleider, ein
dritter Hut, Stiefel, Knöpfe darauf trägt, bis die ganze Bemalung
fertig ist. So fällt durch die Vermeidung jedes unnützen Wechsels
auf jeden Arbeiter in der Stunde eine außerordentlich große Zahl von
fertiggestellten Stücken.

Durch Ausbildung des Betriebes im großen und besonders durch
die Heranziehung der Maschine, wird gerade dieses Moment der Arbeits-
teilung in hervorragender Weise zur Ausnützung gelangen. Ein solches
Beispiel bietet der Großbetrieb in der Schlächterei. Während der kleine
Handwerker das Ausschlachten eines Tieres von Anfang bis zu Ende
selbst vollzieht und deshalb an einem Tage nur wenig Stücke zu be-
wältigen vermag, ist die Arbeitsleistung z. B. in der großen Schlächterei
von Armour in Chicago durch Arbeitsteilung in der gewaltigsten Weise
gesteigert. Ein Mann tut daselbst nichts, als dem in einen kleinen
Raum zu ihm getriebenen Schwein eine Kette um einen Hinterfuß zu
schlingen, wozu er kaum mehr als eine Minute gebraucht. Die an
einem großen Rade befindliche Kette wird mit dem Schwein von einer
Maschine in die Höhe gezogen, führt dasselbe auf ein kleines Rad, auf
welchem es von selbst auf einer Schiene langsam weiter fährt, einen
zweiten Mann passiert, der nichts tut als dem vorbeifahrenden Schweine
mit einem Stich am Halse die Schlagader zu öffnen. Während das
Tier auf der Schiene weiter fährt, verliert es das Blut, welches in
einer Rinne aufgefangen wird. Am Ende der Schiene fällt es von
selbst in einen großen Kessel mit heißem Wasser, wird darin umgewälzt
and in einen Zylinder geschoben, in dem eine Maschine die Borsten
abschabt. Sobald es aus dem Zylinder unten herausfällt, werden die
Reste der Borsten von ein paar Arbeitern ergänzend beseitigt und das
Tier wieder mittels Ketten auf eine neue Schiene hinaufgezogen, auf
der es weiter in den Arbeitsraum rollt, um zerteilt zu werden. Der
erste der in einer Reihe stehenden Arbeiter schlitzt den Leib auf, der
zweite nimmt einen Teil der Eingeweide heraus, der dritte und vierte
die übrigen, um sie in bestimmte Fässer zu verteilen; die Folgenden
zerlegen das Tier in wenig Minuten in verschiedene Teile, die dann als
Schinken, Speckseiten usw. zur weiteren Behandlung in die einzelnen
Abteilungen des großen Etablissements gelangen. In kaum anderthalb
Stunden ist der Schlachtprozeß beendigt und es können Hunderte von
Tieren pro Arbeiter auf diese Weise an einem Tage mit Hinzuziehung
der Maschinen geschlachtet werden, obgleich die Hauptleistung der
menschlichen Hand vorbehalten bleibt, die aber durch die Organisation
zu so ungleich höherer Leistung gebracht werden konnte. In einer
Stunde können dort 800 Schweine und 300 Ochsen geschlachtet werden.

Von besonderer Bedeutung hat sich die sogenannte Standardi-
sierung erwiesen, die besonders in Amerika ausgebildet ist. Man ver-
steht darunter die Herstellung bestimmter Typen, die sich bewährt haben,
völlig gleichartig, daher ersetzbar sind, in Massen und ev. in Vorrat. Das
ist in der Landwirtschaft wie in der Industrie von höchster Bedeutung.