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dienen. Die Ausprägung der Scheidemünzen erfolgt auss KBeßlı. Be
auf Kosten des Reichs. % % $*
Wenn die Prägegebühr für die Prägekosten überschreiteß, und Schlagschwtz
dadurch der Staatskasse ein Münzgewinn zufließt, so wird‘ dieser „:: u 4
als Schlagschatz bezeichnet. In früheren Zeiten ist durchidte 1
Erhebung des Schlagschatzes eine besondere Einnahme für die Staats
kasse erzielt; in der neueren Zeit ist hingegen der Grundsatz all-
gemein anerkannt, daß zugunsten der Münzzirkulation und der Voll-
wertigkeit der Münzen, auf welcher jene beruht, aus der Münzprägung
ein Gewinn nicht bezogen werden soll. Deutschland bezieht für die
Prägung der Goldmünzen 2,8 pro Mille, um welchen Betrag also die
Münzen unterwertig ausgegeben werden, in Frankreich beträgt die
Gebühr 2,5 pro Mille, während England überhaupt eine Gebühr nicht
bezieht, um die internationale Zirkulation zu erleichtern.
Da das betreffende Metallstück durch die Prägung tatsächlich
gine neue Verwendbarkeit erlangt, so wird sich die Erhebung einer
Gebühr für die Prägung durchaus rechtfertigen lassen, zumal auch
die Juweliere und sonstige Fabrikanten bei der Verwendung der
Münze den Vorteil haben, über die Zusammensetzung des Metailstückes
genau orientiert zu sein. Außerdem ist in Betracht zu ziehen, daß
durch diese Gebühr der Einschmelzung der Münze und dem Export
derselben eine gewisse, nur gerechtfertigte Erschwerung ersteht.
Denn es ist nicht einzusehen, warum der Staat die Kosten der Neu-
prägung zugunsten der Fabrikanten und des Auslandes auf sich nehmen
soll. Dagegen ist, wie schon erwähnt, eine jede Mehrerhebung, als
zur Deckung der Kosten erforderlich ist, also die Ausgabe unter-
wertiger Münze, unbedingt zu verwerfen. Gleichwohl ist dieses in
früheren Zeiten in großer Ausdehnung geschehen, wie in dem 17. Jahr-
hundert, insbesondere zur Kipper- und Wipperzeit in den zwanziger
Jahren jenes Jahrhunderts, wo die unterwertige Münze nach kurzer
Umlaufszeit, die zu einer erheblichen Entwertung der Münze aus-
reichte, in Verruf erklärt wurde, um sie zu dem Umlaufswerte, resp.
dem wirklichen Gehalt an Edelmetall entsprechend, einzuziehen und
die neugeprägte Münze wiederum unterwertig mit Hilfe des gesetz-
lichen Zwanges zur Ausgabe zu bringen. Auch Friedrich der Große
hat während des Siebenjährigen Krieges aus Not unterwertige Gold-
münzen ausgeprägt und sie namentlich zu Zahlungen im Auslande
benutzt, sie aber nach Beendigung des Krieges allmählich wieder
aus der Zirkulation zurückgezogen.
Die Münzzirkulation belief sich (Jahrb. f. Nat.-Oek. 1906 Dez.
Chronik S. 630) auf ca.:
pro Kopf der Bevölkerung Ungedecktes
Gold Silber Papier Summa
1890 1904 1890 1904 1004 1904
M. M. M. M. M.
In Großbritannien 61 524 12 11,4 75,4
den, Ländern der latei- (Frankreich) (Frankreic.,
nischen Münzkonvention 54 104,3 49 45,2 168,4
Deutschland 51 57 148 nn 85,7
Oesterreich-Ungarn 95.4 €.92 Bde 87,5
Japan 606 255 „06 187
den skandinavischen (Schweden) /Schweden)
Ländern 15,4 5,65 a9 45,0
Rußland . 251 8 8,27 ?
den Ver. St. von Nord- .
Amerika 438 683 29 235.12 25,9 129,8

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