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währung übergegangen, die am 1. Januar 1908 in Wirkung ge-
treten ist.

Untersuchen wir nach dieser Darstellung der tatsächlichen Ver-
hältnisse die theoretische Seite der Frage,
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Die theoretische Grundlage der Währungsfrage.
e Das Natürliche und Wünschenswerte ist unzweifelhaft, daß ein
jichen Basis für Metall die Grundlage für den gesamten internationalen Handelsverkehr
Melon Venatio pi]det, also das gleiche Währungsmetall in der gesamten zivilisierten

Welt akzeptiert wird. Denn jede Verschiedenheit zwischen zwei in
Handelsbeziehungen stehenden Ländern erschwert die Zahlung und
bringt Schwankungen in den Wert der Zahlungsmittel, wodurch die
Spekulation zu einer unsicheren wird. Das Bedürfnis, mit den Län-
dern, mit welchen die hauptsächlichsten Handelsbeziehungen bestehen,
die gleiche Zahlungsgrundlage zu erlangen, veranlaßte Deutschland,
im Jahre 1871 die Silberwährung aufzugeben und die Goldwährung
zu akzeptieren, die in England bestand und die Basis für die inter-
nationalen Zahlungen bildete. Solange Deutschland die Silberwährung
hatte, war es darauf angewiesen, die Vermittlung der englischen
Banken bei allen überseeischen Zahlungen in Anspruch zu nehmen,
wo das Gold die Grundlage bildete. Erst nachdem auch Deutschland
die Goldwährung akzeptiert hatte, hat es begonnen, direkt die Zah-
lungen zu bewirken, und erspart damit die Vermittlungsgebühr, die
es bisher in bedeutenden Summen an die englischen Banken zahlen
mußte. Sehr begreiflich ist es daher, daß in der Gegenwart auch
die anderen Länder danach streben, dieselbe Basis für die inter-
nationalen Zahlungen zu erlangen.

Der zweite Grund zur Akzeptierung der Goldwährung liegt in dem
schon früher berührten Umstande, daß bei der wachsenden Wohl:
habenheit mehr und mehr das Bedürfnis hervortritt, zu einem wert-
volleren Zahlungsmittel überzugehen, weil bei den bedeutenderen Be-
trägen, die fortdauernd auszugleichen sind, die Kaufkraft des Silbers
sich als zu gering erweist. Es entspricht daher dieser Uebergang
zur Goldwährung nur der natürlichen historischen Entwicklung,
Deutschland fand Anfang der 70er Jahre nicht nur auf dem Welt-
markt das nötige Quantum Gold, sondern erhielt zum großen Teile
durch die Milliardenzahlung unmittelbar die nötige Kaufkraft, um die
700000 Pfad. Gold, die es zur Ausprägung des Bedarfs an Goldmünzen
gebrauchte, vom Auslande zu beziehen. Ebenso lagen in den letzten
Jahren die nötigen Quantitäten Gold infolge der gewaltigen Pro-
duktionssteigerung in diesem Metalle vor, um es auch den anderen
Ländern, wie Oesterreich und Rußland leicht zu machen, den
nötigen Bedarf zum Uebergange zur Goldwährung zu beschaffen.
Wenn so unzweifelhaft augenblicklich Bedenken gegen die allge-
meinere Annahme der Goldwährung nicht vorliegen, und sich irgend-
welche schlimmen Folgen bisher in keiner Weise ergeben haben, so
ist nicht gesagt, daß nicht für die spätere Zukunft Umstände zu er-
warten sind, welche das gegenwärtige Vorgehen bedenklich erscheinen
lassen und eine Aenderung nötig machen. Diese Aenderung könnte
nur nach der Richtung der Doppelwährung gehen, aber niemals