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8 46.
Preise der landwirtschaftlichen Grundstücke.

Steinbrück, Die Entwicklung der Preise des Grund und Bodens in Halle und
lem Saalkreise. Jena 1900.

H. Sarrazin, Die Entwicklung des Preises des Grund und Bodens in der Prov,
Posen. Halle a. S. 1897 (Dissert.) und in den landwirtschaftlichen Jahrbüchern 1897,

Rottkegel, Die Kaufpreise für ländliche Besitzungen in Preußen von 1895-—1906.
Leipzig 1910.
Bei den Ackergrundstücken wird bei der Bestellung, dann durch
oesondere Meliorationen fortdauernd Kapital mit dem Grund und
Boden verbunden, welches natürlich auf den Preis entsprechenden
Einfluß haben muß. Um ein Waldgrundstück in Acker zu verwandeln
oder ein verwahrlostes Gut wieder instand zu bringen, sind oft größere
Kapitalien aufzuwenden als zum Ankauf des Grund und Bodens. Auf
einem 1853 für 105000 M. gekauften Gute wurden in 22 Jahren
120000 M. für Gebäude und Meliorationen ausgegeben. Sarrazin
(a. a. O. 8. 124) stellt folgende Durchschnitts- Berechnung für eine
größere Zahl von Gütern auf:

Statistik.

pro ha in Mark
bei mäßiger mittlerer guter
N >
Padeanher -haffenheit
in Gebäuden 207 ) 400
in Inventar 75 170 200
im Boden mit stehender Ernte 120 200 300
in. Meliorationen 80 120 180
A759 740 1080
Ein Gut K, wurde 1891 für 190000 M. gekauft, in 6 Jahren sind
aufgewendet :
für Bauten 60000 M.
„ totes Inventar 16000 „
„ lebendes Inventar 40000 „
116000 M.
1897 wurde der Verkaufswert auf 360000 M. geschätzt.
Ein Gut G. ist 1887 mit 242000 M. bezahlt, in 10 Jahren wurden
larin angelegt:
Bauten 42500 M.
totes Inventar 20000 „
ebendes Inventar 35000 „
Meliorationen 35000 „

Summa 122500 M.
1897 ist der Gesamtwert auf 480000 M. geschätzt.

Aus den Hypothekenbüchern haben wir für ein westpreußisches
Gut Pl. die folgenden Tax- und Kaufpreise ausgezogen: 1788 betrug
die landschaftliche Taxe: 113283 M., dabei waren aber schon 1783:
135000 M. darauf hypothekarisch eingetragen gewesen. 1801 wurde
es für 219000 M. verkauft; 1802 für 240000 M., 1818 für 204000 M.,
wobei 147000 M. hypothekarisch eingetragen wurden. 1830 ist es
wieder für 112077 M. in andere Hände übergegangen, 1833 für
135000 M., worauf nach den Wirtschaftsbüchern bis 1865 für 180000 M.
Aufwendungen stattfanden. In den Jahren 1853—56 sind aus dem
Walde für 450000 M. Holz verkauft. Die landschaftliche Taxe ergab
Ende der siebziger Jahre 450000 M., im Jahre 1899 ist es für 850 000 M.,
L904 für 1.2 Mill. M. verkauft.