Abschnitt III.
Die Geschichte der Nationalökonomie.

Einleitune.
Kisenhart, Geschichte der Nationalökonomik. 3. Aufl. Jena 1910.

Ingram, John Kells, Geschichte der Volkswirtschaftslehre. 2. Aufl. Tübingen 1909.

Bruno Hildebrand, Die Nationalökonomie der Gegenwart und Zukunft. Frank-
’urt a. M. 1847,

Ad, Held, Zwei Bücher zur sozialen Geschichte Englands. Leipzig 1881.

Wilh. Roscher, Geschichte der Nationalökonomik in Deutschland. München 1874,

Kautz, Geschichte der Nationalökonomik. Wien 1861.

du Mesnil-Marigny, Histoire de l’&conomie politique, Paris 1871.

Charles GHide u. Ch, Rist, Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen.
Deutsche Uebers. der 2. Aufl. Jena 1913,

G. Schmoller, Zur Literaturgeschichte der Staats- und Sozialwissenschaften.
Leipzig 1888,

A. Oncken, Geschichte der Nationalökonomie. Bd. I. Leipzig 1902,

v. Philippovich, Entwicklung der volkswirtschaftlichen Ideen im 19. Jahr-
hundert. Tübingen 1910.
Die Geschichte der politischen Oekonomie ist zweckmäßigerweise
nicht als eine Einleitung in die Wissenschaft zu behandeln, sondern
als eine Ergänzung zu dem Studium der tatsächlichen Verhältnisse
and des gegenwärtigen Standes der Wissenschaft. Sie soll einen
allgemeinen Ueberblick über die Entwicklung der wirtschaftlichen
Anschauungen in den verschiedenen Zeiten gewähren und wird auf
Grund der Kenntnis des wirtschaftlichen Lebens und einer Be-
herrschung der Errungenschaften der modernen Wissenschaft richtiger
verstanden und Kritisch besser aufgenommen werden. Ein solcher
Ueberblick wird einmal das Verständnis für das Gewordene durch
die genaue Verfolgung dessen verschärfen, wie und warum es so ge-
worden ist, es werden dann aber auch die falschen Anschauungen
der Gegenwart in historischer Beleuchtung eine nachsichtigere und
richtigere Würdigung erfahren.

‚ Die wissenschaftliche Beurteilung der wirtschaftlichen Vorgänge
wird naturgemäß nur auf Grund der Kenntnis der tatsächlichen Ver-
hältnisse eine richtige sein können, aus denen sie erwachsen sind,
Die Geschichte der Nationalökonomik wird daher unmöglich von der
Geschichte der Entwicklung der Volkswirtschaft selbst völlig getrennt
werden können. Vielmehr ist es die Aufgabe nachzuweisen, wie die
Anschauungen der verschiedenen Zeiten durch die Verhältnisse be-
dingt waren; denn unsere Wissenschaft ist schließlich nichts anderes,
als die systematische Zusammenfassung der Wahrheiten, welche die
Zeit aus der wirtschaftlichen Erfahrung gewonnen zu haben glaubt.

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