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Zuneigung“ und durch die Furcht vor Ausschließung aus der Ge-
meinschaft, ev. aber auch durch das Eingreifen der einzelnen Bürger
würden die Rechtsnormen leicht genügend geschützt werden. Einer
Staatsgewalt bedarf es dazu nicht, denn alle Formen derselben ver-
fallen bald der Entartung und werden gemißbraucht. Die gewählte
Volksvertretung ist dabei nicht besser, als ein Despot. „Freie Ent-
faltung der Einzelnen in Gruppen und der Gruppen in Vereinigungen,
freie Gliederung vom KEinfachen zum Zusammengesetzten nach Be-
dürfnis und Neigung“ werden nach ihm das. gesellige Zusammenleben
der Menschen in der neuen Gesellschaft harmonisch gestalten, und
kein Zwang wird nötig sein, um den Einzelnen zur Erfüllung der
freiwillig eingegangenen Verträge und der Pflichten gegenüber der
Gesellschaft anzuhalten. Privateigentum wird völlig beseitigt und
durch Gesamteigentum ersetzt, also „kommunistischer Anarchismus“
ausgebildet. „Den ganzen aufgehäuften Reichtum hat die Arbeit
der Gesamtheit erzeugt, die des heutigen Geschlechts wie aller
früheren“. .... „Diese Maschine, die von Dir erfunden und für
Dich patentiert ist, trägt die Arbeit von fünf oder sechs Geschlechtern
in sich; sie hat einen Wert nur als Teil des ungeheueren Ganzen,
das wir die Industrie des neunzehnten Jahrhunderts nennen. Schaffe
Deine Spitzenklöppelmaschine zu den Papuas nach Neuguinea und sie
ist wertlos“. ,... „Mit welchem Recht kann sich da irgend Jemand
den geringsten Bruchteil dieses ungeheuren Ganzen aneignen und
sagen: dies gehört mir und nicht Euch?“ ... „Man hat zwischen
dem Kapital, das zur Gütererzeugung dient, und demjenigen, welches
die Notdurft des Lebens befriedigt, unterscheiden wollen und gesagt,
die Maschinen, Fabriken und Rohstoffe, die Transportmittel sowie
Grund und Boden seien bestimmt, Eigentum der Gesamtheit zu
werden, dagegen würden die Wohnungen, die bearbeiteten Stoffe, die
Kleider und Lebensmittel Privateigentum bleiben. Diese Unter-
scheidung ist irrig und undurchführbar. Das Haus, das uns be-
schützt, die Kohle, ... die Nahrung, die Kleidung, . .. ja sogar das
Vergnügen, das wir genießen, alles das ist wesentlich für unser Da-
sein und gerade so notwendig zur erfolgreichen Produktion und zur
Weiterentwicklung der Menschheit, wie Maschinen, Fabriken, Roh-
stoffe und sonstige Produktionsfaktoren. Mit dem Privateigentum
an jenen Gütern werden Ungleichheit, Unterdrückung und Aus-
beutung bestehen bleiben; und halbe Beseitigung des Privateigentums
wäre von vornherein in ihrer Wirkung gelähmt.“

Er führt des Näheren aus, wie er sich die kommunistische Pro-
duktion denkt. Zunächst soll das Notwendigste produziert werden,
wozu, da Alle ca. vom 20.—50. Jahre zu arbeiten verpflichtet sind,
5 Stunden am Tage genügen. Jeder kann die Gruppe wählen, an
der er sich beteiligen will, vorausgesetzt, daß sie notwendige Dinge
Schafft. Für den Rest der Zeit mag Jeder sich, mit wem er will,
zu wissenschaftlicher oder künstlicher Erholung vereinigen. An der
Produktion soll sich Jeder beteiligen nach seinen Kräften, an dem
Ertrage nach seinen Bedürfnissen, da Jeder behaglich leben soll,
Wo Ueberfluß vorhanden ist, steht Jedem frei, denselben beliebig zu
benutzen. Was nur beschränkt zur Verfügung steht, wird nach
Rationen verteilt.

Der Uebergang kann, nach ihm, sich nur durch eine Revolution
vollziehen. „Aber auf das Werk der Zerstörung wird ein Werk der