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Erstes Kapitel.

Der Sparbegriff und Sparen im allgemeinen.

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Einleitung. — Bedeutung des Sparens. — Bestimmung und Begrenzung des Sparregriffs.
 — Sparen im privatwirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Sinne. —
Verwendung der ersparten Güter.

Die Natur, reich an Schätzen und immer neue Früchte hervorbringend,
 biefet dem Menschen zur Befriedigung seiner Bedürfnisse
ihre Güter dar.
Diese Güter sind zwiefacher Art: solche, die ein für allemal
vorhanden sind, wie die Mineralien und der Boden mit seiner Fruchtbarkeit,
 und solche Güter, die, wie die Früchte des Feldes, periodisch
wiederkehrende Gaben der Natur darstellen,
Wenn der Mensch die ersteren Güter, die Quellen selbst, aus
denen die Gaben der Natur hervorgehen, in seinen Besitz nimmt. so
nennen wir sie von da an sein Vermögen.
Aber diese einmalige Okkupation ist nicht die einzige Entstehungsart
 des Vermögens. Dadurch, dafs der Mensch die jedesmaligen
Früchte, die ihm beständig aus diesem Vermögen oder aus der noch
nicht okkupierten Natur oder aus seiner Arbeit im Bunde mit der
äufseren Natur erwachsen, nicht ganz für seine Bedürfnisse verbraucht,
sondern aufhebt und ansammelt, läfst er ebenfalls!) Vermögen entstehen.
 Hier findet also eine indirekte Wertbildung statt, indem
diese bereits bestehenden Werte der Zerstörung entzogen werden.

*) Vergleiche W. Roscher „Grundlagen der Nationalökonomie“, Stuttgart
1897, $ 45, welcher ebenfalls die Entstehung des Vermögens auf diese beiden Vorzänge
 „Okkupation und Ersparnis“ zurückführt. Siehe auch A. Wagner: Grund-‚egung
 1879, S 289 Anm. 8.

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