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handene Kapital; die Konsumbeschränkung, das Sparen, kommt erst
in zweiter Linie, ist aber trotzdem zur Vermögensschaffung unentbehrlich.
 Ad. Smith hat dies meines Erachtens sehr treffend in
folgenden Worten ausgedrückt: „Parsimony and not industry is the
immediate cause of the increase of capital. Industry indeed provides
the subject which parsimony accumulates. But whatever industry
might acquire, if parsimony did not save and store up, the capital
would never be the greater“.!) Diese Auffassung von Adam Smith
ist von jeher ein Angriffspunkt für verschiedene Autoren gewesen,
wobei entweder Adam Smith die Unterstellung gemacht wird, er hätte
die Vermögens- und Kapitalbildung nur aus Nichtkonsum entstehen
lassen, also die Mitwirkung der Natur und der menschlichen Arbeit
zur Entstehung des Vermögens überhaupt nicht beachtet, wobei denn
daran anschliefsend der billige Beweis geführt wird, dafs aus Nichtkonsum,
 also aus etwas Negativem, überhaupt nichts entstehen könne,
Adam Smith’s Lehre von der Entstehung des Vermögens also falsch
sei, oder aber man führt die Vermögens- und Kapitalentstehung allein
auf die menschliche Arbeit und den Naturfaktor zurück und legt
dann dem Sparen nur eine untergeordnete oder gar keine Bedeutung
bei. Man vergifst dabei den klaren Satz von Smith: „Was auch
der Fleifs erwerben möge, ohne die Sparsamkeit, welche es erspart
und ansammelt, würde es das Kapital nicht vermehren.“ Ich möchte
hier nur kurz Lauderdale, Lassale und Rodbertus anführen,
Lauderdale meint, dafs die „Akkumulation“ wohl ein Verfahren sei,
Reichtum von einem auf den anderen zu übertragen, aber kein Verfahren,
den Reichtum des Volkes zu vergrößern, „indem Reichtum nur durch dieselben
 Mittel vergröfsert werden kann, durch welche er erzeugt wird“,®)
er bekämpft also die Lehre, „dafs Sparsamkeit und nicht Fleils das Kapital
 d, h. den Reichtum vergröfsern,“ wobei er, wie wir sahen, Smith
völlig mifsverstanden hat, indem Smith durchaus klar hervorhebt,
„dafs die zu sparenden Güter zuerst vom menschlichen „Fleilse“ erschaffen
 sein müssen“, Lauderdale ist von Sartorius,®) Hufeland und
Malthus kritisiert worden. Hufeland sagt ganz mit Recht, dafs die
Sparsamkeit freilich „keine direkte Güterquelle aber eine sehr fruchtbare
 indirekte“ sei, ebenso führt Malthus, der sonst über die Erfolge

!) Ad. Smith, An inquiry into the wealth of nations book IT, Ch, III.
% Lauderdale (J. Maitlond Earl of): An inquiry into the origin and nature
of public wealth, S. 207 bis 209,
3) Georg Sartorius: Von der Sparsamkeit und der Vermehrung des Nationalreichtums
 durch sie.