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tivitätesteigerung von Erfindungen, von der Intelligenz und dem praktischen
 Sinne eines Individuums oder eines Volkes abhängig. Der
Engländer z. B. ist für seinen praktischen Sinn berühmt, es ist bekannt,
 wie viel technische Ersparnisse gerade in England gemacht
werden und doch gilt der Engländer mit Recht als nicht sparsam. !)
Das technische Sparen ist überdies auch sonst gar nicht von dem
Vorgange einer solchen Produktivitätssteigerung zu scheiden und kann
auch stets als solche aufgefalst werden. Z. B. eine Erfindung ermöglicht
 es, mit 200 Zentnern Kohle fortan dieselbe Dampfkraft zu
erzielen, zu deren Hervorbringung bisher 300 Zentner erforderlich
waren. Diese Erfindung hat also eine Ersparnis bewirkt; indem nunmehr
 100 Zentner Kohlen gespart werden, es hat aber ebenso auch
eine Steigerung der Produktivität stattgefunden, indem nunmehr 300
Zentner Kohle das anderthalbfache Resultat von ehedem liefern.
Wenn eine Lampe durch praktischere Aufstellung dasselbe Licht
liefert wie bisher zwei Lampen, so kann man sagen, dals Öl gespart
wird, aber man kann ebenso gut sagen, dafs die Produktivität dieser
Lampe gesteigert worden ist, man kann also jede technische Ersparnis
als Produktivitätsmehrung, andererseits aber auch manche Steigerung
der Produktivität z. B. jede Erfindung, durch welche Arbeitskräfte und
Materialien gespart werden — und das geschieht bei den meisten
Erfindungen — als technische Ersparnis auffassen. Das technische
Sparen hat also mit dem, was wir sonst unter Sparen verstehen,
nichts gemein und pafst nicht unter den von uns definierten Sparbegriff,
 wir müssen es daher, ohne uns durch den Sprachgebrauch irre
machen zu lassen, aus dem Sparbegriffe und. somit aus dem Rahmen
lieser Untersuchung ausscheiden. ?)

N) Roscher: Grundlagen der Nationalökonomie, 22, Auflage, Stuttgart 1897.
S 222.
®) Ich habe bei diesem Punkte länger verweilt, weil klare Unterscheidung
hier besonders not thut. Domela hat z. B. den Unterschied zwischen Sparen
a. h. Vermögensbildung durch Konsumbeschränkung einerseits und einer durch
Produktivitätesteigerung oder durch technisches Sparen bewirkten Einkommensvermehrung
 andrerseits nicht erkannt, ein verhängnisvoller Fehler, der durch
seine ganze Arbeit hindurchgeht. Er sagt dort z. B. Seite 68: „Handelt es sich
nicht um den Gegenstand an sich, der akkumuliert wird, sondern um die Thätigkeit,
 dem Brauchbaren die grölstmögliche Wirksamkeit zu verschaffen, so liegt
8s auf der Hand, dafs der Sparsamkeit eine grölsere Bedeutung zuerkannt werden
mufs, als die Forscher zu thun vermögen, welche sie von der Intelligenz trennen
and mit der „Kargheit“ auf die gleiche Linie stellen.“ (Domela S. 68.) „Dem
Brauchbaren die gröfstmögliche Wirksamkeit zu verschaffen“ ist das. was wir